oerterer40Es war die zweite doch recht turbulente Woche am Stimberg in Folge: Nach dem groß gefeierten 3:1-Sieg von Lippstadt empfanden viele Fans (und Offizielle) die Nachricht über den Abgang von Stammkraft Davide Basile zum Saisonende als kalten Schlag. Die bange Frage, die nun im Raume steht, ist folglich die: Hat der offenbar von langer Hand eingestielte Wechsel Signalwirkung?

Zuletzt wieder treffsicher: Stefan Oerterer soll auch im Heimspiel gegen Paderborn für Erkenschwicker Tore sorgen.  Foto: Olaf Krimpmann

 

  Trainer Magnus Niemöller ist hier – vorerst – der falsche Ansprechpartner. Immerhin räumt der Übungsleiter ein: „Wir sind in Gesprächen. Und die laufen so, wie unsere Gespräche in den letzten Jahren immer gelaufen sind.“
Viel, das weiß auch der Vorsitzende Hermann Silvers, wird davon abhängen, ob er den Erkenschwicker Rekordtrainer für eine weitere Saison wird begeistern können. Dass der Verein das feste Ziel hat, hatte Silvers schon vor Wochen bekundet. Der Vorsitzende bestätigt ebenfalls die Gespräche, sagt aber auch: „Wir sind nicht wie andere Vereine und halten gleich jeden Skalp in den Wind.“
Was Spieler wie Trainer betrifft, heißt das im Klartext, werde sich der Verein zu gegebener Zeit melden. In den vergangenen Jahren ist der Klub damit auch nicht schlecht gefahren.
Ziemlich schlecht gefahren ist auf sportlichem Parkett die Oberligamannschaft zuletzt beim SC Paderborn 07 II: „1:0 geführt, einen Mann mehr auf dem Platz gehabt und 1:2 verloren“, blickt Magnus Niemöller zurück. Fürwahr hatten sich seine Mannen in Ostwestfalen nicht mit Ruhm bekleckert. Sonntag (20. März) im Rückspiel am Stimberg gibt es nun die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Der Trainer ahnt: „Das wird wieder ein kompliziertes Spiel. Zum einen wissen wir nicht, wer kommt. Paderborns Erste spielte schon am Freitag. Zum anderen liegen uns diese U23-Mannschaften einfach nicht.“
Wären Spiele gegen diese Teams einfacher, die Spvgg. hätte möglicherweise sechs Punkte mehr auf dem Konto und wäre ganz vorne mit dabei, ungeachtet der leidigen Lizenz-Geschichte. Interessant nämlich: Alle drei Klubs, die am Regionalliga-Zulassungsverfahren teilnehmen, haben die Schwarz-Roten in dieser Saison geschlagen: Sprockhövel (2:1), Siegen (1:0) und Lippstadt (3:1); in Bielefeld und Paderborn gab’s empfindliche Niederlagen.
Kein Wunder, dass der Trainer sagt: „Wir dürfen uns nicht auf unsere Feiertage ausruhen, sondern müssen uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren.“ Lukas Opiola und Arda Nebi stoßen gegen Paderborn wieder zum Kader.
Von Olaf Krimpmann
INFO Spvgg. Erkenschwick - SC Paderborn 07 II; So., 15 Uhr – Stimberg-Stadion.

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