kasak christoph5Stefan Oerterer sorgte mit dem 2:1-Siegtor in der Nachspielzeit über den SC Paderborn II am Sonntag dafür, dass die Erfolgsserie am Stimberg anhält. Drei „Dreier“ in Serie hat Oberligist Spvgg. Erkenschwick damit nun eingefahren, zweimal einen Rückstand in einen Sieg umgebogen. So knapp wie am Sonntag war es in den Spielen zuvor nie: Erst als Stefan Oerterer einen Flankenball von Tim Forsmann im zweiten, dritten Versuch am Fuß hatte, „netzte“ der Goalgetter am Paderborner Fünfmeterraum zum Sieg ein.

Christoph Kasak Spvgg. Erkenschwick Fußball Oberliga Westfalen Saison 2015/2016 Mittendrin: Christoph Kasak, der hier aber keine Chance hat an den Ball zu kommen.  Foto: Olaf Krimpmann

 

 SCP-Coach Mirko Dickhaut wirkte sichtlich mitgenommen: „Ein Remis wäre sicher das gerechtere Ergebnis gewesen“, meinte der Ex-Profi nach dem Spiel, in denen seine Mannen sich am Stimberg keineswegs versteckt hatten.

 Bei allem Frust über den späten Niederschlag aber hob Dickhaut auch den Daumen: „Was Erkenschwick in der zweiten Hälfte investiert hat, verdient Respekt.“

Lauf- und einsatzfreudig stemmten sich die Schwarz-Roten, die auf Arda Nebi (noch angeschlagen) und Davide Basile (half in der Kreisliga-A-Mannschaft aus) verzichten mussten, gegen eine weitere Niederlage gegen eine U23-Mannschaft.

 Paderborn war durch einen überlegten Vorstoß über Bickel und Saric in Führung gegangen (33.) und hatte vor allem bei Kontern einen zweiten Treffer auf dem Fuß. Spvgg.-Keeper Marcel Müller bewies mehrfach, dass er in Eins-gegen-eins-Situationen sicher zu den herausragenden Kräften der Liga zählt.

 Die Platzherren spielten zwar in den ersten 45 Minuten nicht überragend druckvoll auf, hatten aber durchaus von Beginn an Chancen auf eigene Tore. Nach exakt 24 Sekunden verfehlte Stefan Grummel frei aus 16 Metern, dann scheiterte Mirko Eisen am Pfosten (9.), ehe der ansonsten aufmerksame Schiedsrichter Christopher Schütter Julian Sammerl (feierte ein gutes Startdebüt) einen ziemlich klaren Elfmeter verweigerte (20.). So blieb es beim 0:1 zur Pause.

„Die Mannschaft war selbst nicht zufrieden“, schilderte Co-Trainer Stefan Mroß die Lage in der Kabine bei Halbzeit. Nach Wiederanpfiff dann gingen die Platzherren energischer in die Duelle, setzten viel eher nach und sich damit zeitweise in der Paderborner Hälfte regelrecht fest. Allerdings drohten sie dabei auch immer wieder ausgekontert zu werden.

„Marcel Müller hat uns im Spiel gehalten“, räumte Stefan Oerterer in dieser Phase ein. Lohn der eigenen Bemühungen war dabei das zeitige 1:1 durch Christoph Kasak (56.), der erneut per Kopf traf. Diesmal aber nicht wie gewohnt mit einem wahren „Torpedo“, sondern mit einer gefühlvollen Bogenlampe.

„Ich hatte gehofft, dass der Torhüter etwas weit vor dem Tor steht. Dass der Ball so platziert reinfällt, war natürlich auch etwas glücklich“, schilderte der Verteidiger.

 Der Ausgleich war eine Art Türöffner und sorgte für eine spannende Schlussphase mit Chancen hüben wie drüben. Aber nur Stefan Oerterer war es vorbehalten, ins Netz zu treffen. Spät, aber gerade noch rechtzeitig genug.

Von Olaf Krimpmann

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