eisen mirko 04Die Serientäter haben wieder zugeschlagen: Mit einem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg über den Tabellendritten SC Roland schraubte Oberligist Spvgg. Erkenschwick seine Erfolgsquote auf vier „Dreier“ in Folge – und sorgte im schwarz-roten Lager ebenso für Freude wie für Kopfschütteln. „Das kannst du keinem erzählen“, sagte etwa Philipp Rosenkranz. „Seitdem klar ist, dass wir nicht aufsteigen dürfen, läuft es wie von selbst.“

Der Schlusspunkt am Stimberg: Mirko Eisen läuft in der Nachspielzeit einen Konter und schließt diesen überlegt mit dem Tor zum 2:0 ab. Foto: Olaf Krimpmann

 Allerdings sei diese Entwicklung ja nicht neu, so Erkenschwicks Lunge im Mittelfeld: „Das war die letzten Jahre schon so gewesen.“

Nicht nur der Ertrag, sondern auch die Art und Weise, wie dieser gegen den SC Roland eingefahren wurde, nötigte Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller ein außerordentlich dickes Lob ab: „Für den Aufwand, den meine Mannschaft heute betrieben hat, muss man das größte Kompliment machen.“

Der Respekt vor dem SC Roland war im Vorfeld groß, und er war zweifellos nicht unberechtigt. Gerade acht Minuten waren gespielt, da tauchte Lars Schröder völlig frei vor Marcel Müller auf, doch der Spvgg.-Schlussmann parierte erneut im Duell Eins gegen Eins.

 Auch nach 31 Minuten brannte es lichterloh, als René Wessels aus allerdings abseitsverdächtiger Position den Ball bereits über Müller gehoben hatte, Nils Eisen aber den Ball noch vor der eigenen Torlinie klären konnte.

 Allerdings: Das war es auch schon mit nennenswerten Offensivszenen des am Sonntag entthronten Tabellendritten. „Zweite Halbzeit hatten wir vielleicht ein, zwei halbe Torchancen, die wir aber nicht zu Ende gespielt haben“, befand Rolands Trainer Carsten Droll. „In diesem Sinne ist der Erkenschwicker Sieg verdient.“

Dessen Grundlage war erneut ein laufintensives Arbeiten gegen den Ball. Magnus Niemöller hatte nicht zuletzt angesichts der schwierigen Bodenverhältnisse erneut rotiert und damit im Endeffekt alles richtig gemacht.

Gäste finden kaum ein Mittel

 Dazu spielten die Platzherren in den ersten 45 Minuten effektiv: Einen strammen Schuss von Philipp Rosenkranz lenkte Christopher Sandhowe mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke (19.), auch gegen den frei auf ihn zustürmenden Stefan Oerterer parierte Rolands Torhüter formidabel mit dem Fuß (35.). Sein Pech: Erkenschwick blieb in dieser Szene in Ballbesitz und Arda Nebi drosch den Ball mit dem schwächeren linken Fuß unhaltbar an den Innenpfosten zum 1:0 ins Tor (35.).

 Nach dem Seitenwechsel hätte die Spvgg. die Vorentscheidung erzwingen können, als erst Oerterer den völlig freien Arda Nebi übersah (51.), und Nebi, dem man nichts von seiner Knieverletzung anmerkte, in der 76. Minute erneut Sandhowe prüfte, der im Nachfassen klärte.

 So blieb es bei einem mehr oder weniger offenen Spiel, in dem Beckum nicht die Mittel fand, um Erkenschwick ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Marcel Müller fing zudem einige Flankenbälle ab.

 Einen leitete Müller in der Nachspielzeit weiter auf Nils Eisen, und der Spvgg.-Kapitän spielte das Rund umgehend weiter in die Spitze, wo Julian Sammerl lauerte.

 Gegen die nun weit aufgerückten Gäste lief die Nummer Elf der Spvgg. einen mustergültigen Konter, den Sammerl mit einem ebenso überlegten Pass auf den ebenfalls eingewechselten Mirko Eisen abschloss – der traf zum 2:0 (90. + 2) und der Sieg war damit endgültig perfekt.

von Olaf Krimpmann

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