jubel gegen stadtlohn 2016Die Rekordjagd der Spvgg. Erkenschwick geht weiter. Das 3:0 (1:0) über SuS Stadtlohn brachte den Niemöller-Mannen den sechsten Sieg in der Oberliga in Serie, wofür der Trainer ein treffendes Wort fand: „Meisterlich.“ Auch wenn zwei der drei Treffer erst in der Schlussphase fielen, der Erfolg war auch in dieser Höhe vollauf verdient. Stadtlohn brachte über mehr als 60 Minuten keinen nennenswerten Torschuss zustande.

 

  Es wird weiter gefeiert am Stimberg (von links): Deniz Batman, Philipp Rosenkranz, Stefan Oerterer und Arda Nebi nach dem Erkenschwicker Führungstreffer durch Nebi. Foto: Krimpmann

 „Was unsere Dreierkette heute abgezogen hat, war erstklassig. Das sieht von außen vielleicht immer so leicht aus, ist es aber nicht“, lobte Niemöller.

 Dabei hätten es die Gäste sein können, die dem Spiel eine andere Richtung hätten geben können. Christian Erwig verfehlte mit einem strammen Kopfball aber das Erkenschwicker Tor um wenige Zentimeter (28.). Es war die bis dahin einzige klare Torchance auf beiden Seiten in einem Spiel, das zunächst kaum in die Gänge zu kommen drohte.

 Sechs Minuten später aber wurde aus dem Leerlauf buchstäblich in den sechsten Gang geschaltet: Deniz Batman dribbelte auf der Stadtlohner Torlinie, passte zu Oerterer, der uneigennützig auf Arda Nebi weiterleitete, der nur noch zum 1:0 ins leere Tor einzuschießen brauchte (34.) – das war Fußball-Feinkost in Perfektion. Zwar meinten einige Zuschauer, Batman habe mit dem Ball am Fuß im Toraus gestanden. „Trotzdem darf man danach nicht aufhören weiterzuspielen“, monierte Stadtlohns Trainer Daniel Sekic.

 Der musste tatenlos mitansehen, wie seine Mannschaft nur noch reagieren konnte, wie SuS mit Mühe und Not den knappen Rückstand in die Pause rettete. Batman (38.) und Oerterer (43.) hatten nämlich weitere „Hundertprozentige“ auf dem Fuß.

 Ein allseits erwartetes Aufbäumen der Gäste nach dem Seitenwechsel blieb ebenfalls aus: Da Erkenschwick weiter alles unter Kontrolle hatte und schon im Mittelfeld immer wieder nachsetzte.

 Nur das entscheidende zweite Tor wollte trotz bester Chancen nicht fallen. So trat Oerterer frei an einer Nebi-Flanke am Ball vorbei (54.), so vereitelte SuS-Schlussmann Fork mit einem Fußreflex eine weitere Möglichkeit von „Ö“. Dessen Fleiß wurde spät aber doch noch belohnt.

 In der 86. Minute trat der Torjäger zu einem Handelfmeter an (Josse Gerick hatte Oerterer unerlaubt einer Riesenchance beraubt) und erzielte das längst überfällige 2:0. Und da es auf einmal lief beim amtierenden Torschützenkönig, ließ der zwei Minuten später nach feiner Vorarbeit von Arda Nebi auch noch das 3:0 folgen (88.).

 Und das ließ bei Oerterer noch einmal wahre Zentnerlasten purzeln. „Das sind endlich die 20“, atmete der 28-Jährige auf. Mit seinen Treffern Nummer 19 und 20 festigte Stefan Oerterer seinen Platz an der Spitze der Oberliga-Torjägerliste.

 Abzuwarten bleibt, welcher Verein sich in der kommenden Saison Oerterers Dienste sichern wird. Westfalia Herne wird es nicht sein. Auf Anfrage bestätigte „Ö“ zwar, mit dem Westfalenligisten gesprochen zu haben. Ein Wechsel zurück ans Schloss Strünkede sei für ihn aber aktuell keine Option.

von Olaf Krimpmann

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