oerterer41Noch vor ein paar Monaten schien der westfälischen Oberliga gepflegte Langeweile zu drohen. Sieben Runden vor dem Saisonende ist keine Rede mehr davon. Und auf der Jagd nach der Torjägerkanone ist ein einschlägig bekannter Schütze gerade groß in Fahrt: Stefan Oerterer. Wobei den Torjäger der Spvgg. Erkenschwick eine Schuss Extramotivation treibt. Mit Sebastian Westerhoff, Kapitän beim Lokalrivalen TSV Marl-Hüls, hat „Ö“ eine Wette laufen.

  Drin: Stefan Oerterer feiert einen seiner beiden Treffer gegen SuS Stadtlohn. Foto: Krimpmann

Und die geht so: Trifft der Angreifer in dieser Saison 22 Mal für die Spvgg. Erkenschwick ins Schwarze, wird eine Einladung zum Essen fällig. Besser, Sebastian Westerhoff plant die nächste Aufwandsentschädigung des TSV nicht komplett ein.

 Am Sonntag erzielte Oerterer gegen Stadtlohn seine Saisontore Nummer 19 und 20. Machen die Erkenschwicker Seriensieger so weiter wie zuletzt, scheinen weitere Tore des Recklinghäusers nur eine Frage der Zeit. Am Sonntag ist übrigens Schlusslicht SV Zweckel im Stimberg-Stadion zu Gast. Ob Oerterer nachlegen kann?   Mit dem Doppelpack gegen SuS Stadtlohn hat er jedenfalls seinen Vorsprung in der Torjäger-Tabelle der Oberliga ausgebaut. Im Kampf um die Torjäger-Kanone könnte dem 28-Jährigen allerdings ausgerechnet Westerhoffs TSV-Teamkollege Michael Smykacz in die Quere kommen.

 Als Stürmer ist der Dauerläufer ein anderer Typ als Oerterer. Dennoch hat der 23-Jährige bereits 17 Tore erzielt. Sein letztes am Freitag zum 3:0 gegen Hamm. Nicht übel für einen Angreifer, dem beim TSV Marl-Hüls in der Hinserie nicht nur einmal vorgehalten wurde, dass er zu viele Chancen für einen erfolgreichen Torschuss benötige. Jedenfalls hat Michael Smykacz dafür gesorgt, dass sich der Hülser Schmerz über den Verlust von Christian Erwig am Ende in Grenzen hielt.

 Mit seinen 17 Treffern nimmt der Hertener, der in der U19 auch schon für die Spvgg. Erkenschwick aufgelaufen ist, den zweiten Platz im Torjäger-Ranking der Oberliga ein. Vor so anerkannten Stürmer-Größen wie Lippstadts Björn Traufetter und Hamms Ivorer Ouly Hugues Fortune Magouhi, die es auf 16 Tore bringen, oder Tim Dosedal vom SV Schermbeck (13).

 Michael Smykacz braucht nicht mehr bis zum Sonntag auf seine nächste Chance zu warten: Mit dem TSV ist er schon an diesem Mittwochabend bei Westfalia Rhynern wieder am Ball. Die Gelegenheit draufzupacken. Aber Vorsicht: Für die Westfalia stürmt Lennard Kleine – und der sitzt dem Hülser mit 16 Toren im Nacken.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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