Nebi arda 05Die Spvgg. Erkenschwick lässt nicht locker. Gegen den SV Zweckel setzte der Oberligist seinen Euphorie- und Punkterausch ungebremst fort und feierte den siebten Erfolg in Serie. Bei noch zwei Nachholspielen vor der Brust kann der Tabellenvierte nun sogar die Tabellenspitze ins Visier nehmen. Gegen den SV Zweckel langte der Spielvereinigung vor nur 200 Zuschauern im Stimberg-Stadion solides Fußball-Handwerk, um einen hochverdienten Erfolg einzufahren.

Traf an seinem 25. Geburtstag: Arda Nebi erzielt hier das 2:0.  Foto: Thomas Braucks

 Mit dem Ergebnis kam der Tabellenletzte noch günstig davon. Ebenso wie mit der Analyse von Erkenschwicks Co-Trainer Stefan Mross, der Zweckel vor allem in der Defensive eine starke Leistung bescheinigte. Dabei hätten die Gladbecker leicht deutlicher verlieren können.

 Denn abwehrstark war vor allem eine Mannschaft: Erkenschwick. Trainer Magnus Niemöller hätte gefahrlos einen Torhüter aus der Junioren-Abteilung in den Kasten rotieren können. Einen einzigen Torschuss gestatteten die Schwarz-Roten dem Gast. Muhamed Demir trat den Ball in der 61. Minute nach einem Eckball am Tor vorbei.

 Zugegeben, auch das Erkenschwicker Offensivspiel gestaltete sich anfangs etwas zäh. Dafür hatte die Spvgg. mit dem ersten pfiffigen Angriff sofort Erfolg. Nach einem Einwurf leitete Philipp Rosenkranz den Ball von der Torauslinie an den Fünfmeterraum weiter. Dort reagierte Mirko Eisen (der noch am Donnerstag im Kreispokal eine halbes Dutzend klarer Chancen ausgelassen hatte) schnell und präzise – und traf volley zum 1:0 (26.).

 Nach 35 Minuten bugsierte Eisen den Ball per Nachschuss noch einmal ins Netz – sein Pech, dass er beim Kopfball zuvor wohl mit einer Fußspitze im Abseits gestanden hatte. Trotzdem hätte die Stimberg-Elf zur Pause deutlicher führen können. So traf nach einem klasse Konter Arda Nebi, von Stefan Oerterer bestens freigespielt, den Ball nicht richtig (38.).

 Nach der Pause wurde der Tabellenletzte etwas forscher, bremste sich aber schnell selbst aus: Der verwarnte Demir senste auf dem Flügel mit einer eingesprungenen Grätsche Philipp Rosenkranz um und sah Gelb-Rot (63.). Als im Rücken des Schiedsrichters auch noch Özbicerler austeilte, kochten die Gemüter hoch. Nach zwei Minuten hatte sich das Spielerrudel vor der Tribüne wieder aufgelöst, fortan spielten nur noch die Schwarz-Roten. Und sie kamen schnell zu Sache.

 Nach Balleroberung von Mirko Eisen hatte Stefan Oerterer freie Bahn und überließ doch uneigennützig einem Kollegen den Abschluss: Der 20-fache Torschütze legte den Ball quer auf Arda Nebi – mit besten Wünschen zum 25. Geburtstag. Der Recklinghäuser traf an seinem Ehrentag mühelos zum 2:0 (70.).

 Die Entscheidung. Danach ließen die Gastgeber den Ball souverän laufen. Und diese Souveränität bewahrten sie auch, als Schiedsrichter Marco Goldmann und sein Assistent Julian Weymann ihnen nach 80 Minuten einen der klarsten Foulelfmeter der Erkenschwicker Fußballhistorie verweigerten: Nicht zu sehen (und zu hören), wie Zweckels Innenverteidiger Kaminski Arda Nebi umholzte, das war schon fast eine Kunst.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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