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eisen mirko 04Die Erkenschwicker Rekordjagd in der Oberliga Westfalen geht weiter. Durch den 1:0-Erfolg beim SV Westfalia Rhynern buchte die Spielvereinigung die Punkte 25, 26 und 27 auf ihr Saisonkonto – und das in Serie. Im Hammer Süden bewiesen die Schwarz-Roten Stehvermögen und gute Nerven: Mirko Eisen erzielte das Tor des Tages in der 88. Minute. „Wenn du ganz nach oben willst, dann musst du eben auch solche Spiele gewinnen“, kommentierte Erkenschwicks Mittelfeldmann Philipp Rosenkranz hinterher den „Lucky Punch“ des Tabellendritten.  

Als das Tor des Tages vor 412 Zuschauern am Papenloh fiel, stand „Rosi“ zwar nicht mehr auf dem Rasen. An der Vorarbeit war er dennoch maßgeblich beteiligt. In der 87. Minute kassierte der 29-Jährige in einem Zweikampf im Mittelkreis einen schmerzhaften Tiefschlag. Die Folge: Freistoß.

 Als Rosenkranz endlich gebückt vom Platz geschlichen und durch Stefan Grummel ersetzt war, trat Christoph Kasak den Ball hoch und weit nach vorn. Westfalias Innenverteidiger Kücükgyagci und Schmidt brachten das Spielgerät nicht unter Kontrolle. Dafür aber Erkenschwicks Mirko Eisen, acht Minuten zuvor eingewechselt: Mit der Stiefelspitze bugsierte der 31-jährige Angreifer den Ball zum 0:1 ins Netz.

„Das war glücklich“, meinte Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller. „Ich fand es gar nicht so glücklich“, antwortete Rhynerns Trainer Björn Mehnert. „Erkenschwick war dem Tor stets näher als wir.“ Dem war schwer zu widersprechen. Gegen einen starken Gegner demonstrierten die Schwarz-Roten einmal mehr, welch „fieser“ Spielpartner sie aktuell in der Oberliga sind. Sie attackieren früh, sie sind bissig im Zweikampf und sie verteidigen geschickt den eigenen „16er“.

Und kommt doch einmal etwas durch, so ist Marcel Müller ein aufmerksamer Torhüter. Aber nur einmal musste Müller am Papenloh eine Flugeinlage zeigen: Als sich Lennard Kleine gegen Davide Basile durchsetzte und aus zwölf Metern abzog, tauchte Müller ab und rettete mit der rechten Hand (42.).

 Auf der anderen Seite hatten die Gäste mehr Torchancen und gefährlichere Abschlüsse. Arda Nebi (5., 20. und 31.) oder Stefan Oerterer (11.) hatten frühzeitig das 0:1 für die zunächst bessere Mannschaft auf dem Fuß.  In der zweiten Hälfte eroberten die Gastgeber mehr Spielanteile und erzwangen eine Reihe von Freistößen und Eckbällen – fast alle getreten von Ex-Profi Salvatore Gambino. Eine klare Torchance brachten sie Westfalia Rhynern aber nicht ein.

 Auf der anderen Seite fehlten den Erkenschwickern in der Offensive Präzision und Schwung. Chancen für die Gäste gab’s nur noch aus dem ruhenden Spiel. Erst hatte Davide Basile Pech mit einem Kopfball nach einer Ecke – Rhynerns Mathieu Bengsch beförderte den Ball von der Torlinie (62.).

 Wenig später verfehlte Christoph Kasaks Kopfball, ebenfalls nach Ecke, das Tor der Gastgeber nur knapp (71.). Es war zum Glück nicht der letzte Erkenschwicker Standard – den gab’s dann in der 88. Minute.

Quelle: Stimberg-Zeitung