feldkamp daniel7Die legendären „Himmelsstürmer“ trugen kurz nach dem Krieg den Ruf der Spvgg. Erkenschwick quer durch Westdeutschland, und ein Vergleich mit ihnen ist immer heikel. Gerade im Jahr des 100-jährigen Vereinsjubiläums, das der Verein in diesem Jahr begeht. Auch der Jahrgang 2016 stürmt munter voran: Sogar die Oberliga-Meisterschaft ist in den Bereich des Möglichen gerückt.

Saison vorbei: Auf Allrounder Daniel Feldkamp muss die Spvgg. Erkenschwick im Endspurt verzichten. Foto: Krimpmann

 „Die Mannschaft spürt, dass Platz drei nicht das Ende sein muss“, sagt selbst Trainer Magnus Niemöller.
Auf dem Weg dorthin sind die „Himmelsstürmer 2.0“ einmal mehr aufs Äußerste gefordert. Im vorgezogenen Spiel gegen SuS Neuenkirchen (16 Uhr, Stimberg-Stadion), wartet eine der härtesten Nüsse, die die Schwarz-Roten im Liga-Endspurt zu knacken haben.
„Ich glaube, es gibt keine Mannschaft in der Liga, bei der die Diskrepanz zwischen Potenzial und Tabellenplatz so eklatant ist wie bei Neuenkirchen“, sagt der Erkenschwicker Trainer.
Bis zur Winterpause war der SuS in einer ähnlichen Situation wie die Spvgg. jetzt: Bis auf Platz zwei war die Mannschaft von Tobias Wehmschulte vorgeprescht. In diesem Frühjahr hat sie fast alles verspielt, dümpelt im Niemandsland herum.
„Dabei ist das eine 60-Punkte-Mannschaft“, findet Magnus Niemöller. Wie gefährlich Neuenkirchen aufspielen kann, hat die Spvgg. Erkenschwick im Hinspiel am eigenen Leib erfahren.
Neben dem Spiel gegen den SV Lippstadt 08 sei die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz am Waldstadion die einzige gewesen, in der seine Mannschaft schlicht chancenlos gewesen sei, blickt der Trainer zurück. Neben dem Ex-Erkenschwicker Daniel Seidel nötigt Niemöller vor allem Malte Nieweler Respekt ab: „Das ist der vielleicht beste Spieler der Liga.“
Aber so ganz schlecht sind die Mannen in Schwarz und Rot aktuell auch nicht unterwegs: 27 Punkte in Serie zu holen, das ist eine Bilanz, die sogar dem eigenen Trainer den höchsten Respekt abfordert. „Alle, die uns vielleicht in der Winterpause abgeschrieben haben, waren wohl etwas schnell bei der Sache“, sagt der.
Niemöller ist sich sicher: Seine Mannschaft ist weiter bereit für Leistungen auf höchstem Niveau. Aber nicht nur das: „Sie ist nicht nur bereit, sie will es auch.“ Die Aussicht auf mehr treibe die Mannschaft immer und immer wieder an.
Verzichten muss der Trainer allerdings auf Daniel Feldkamp, der sich im Training offenbar einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Für ihn dürfte die Saison vorbei sein. „Ausgerechnet unser Mr. Zuverlässig“, ärgert sich der Trainer, der aber sicher ist: Auch andere werden sich reinhauen. So, wie sie es seit Wochen tun – mit Erfolg.

von Olaf Krimpmann
Spvgg. Erkenschwick - SuS Neuenkirchen; heute (Sa.), 16 Uhr – Stimberg-Stadion.

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