glembotzki alexander6Wenn einer weiß, wie Kreispokalfinale „geht“, dann Alexander Glembotzki: Der 25 Jahre junge Angreifer steht mit TuS 05 Sinsen am Mittwochabend (4. Mai) vor seinem dritten Endspiel. Gegner an der Schulstraße ist Oberligist Spvgg. Erkenschwick. Mit dem kassierte „Glembo“ am 14. April 2011 die vielleicht kurioseste Finalniederlage im Fußballkreis: 6:7 nach Elfmeterschießen gegen den FC 96 Recklinghausen.

Alexander Glembotzki TuS 05 Sinsen Fußball Westfalenliga Saison 2015/2016 Hat eher den Klassenerhalt im Blick als das Pokalfinale: Alexander Glembotzki, Sinsens Angreifer, ist Dauergast in einem Endspiel auf Kreisebene.  Foto: Olaf Krimpmann

 Zwei Jahre später, am 25. April 2013, lief es besser für den heute 25-Jährigen: Mit dem TSV Marl-Hüls gewann er den „Pott“, siegte gegen seinen heutigen Verein Sinsen 3:0.

 Allerdings steht hinter Glembotzkis Einsatz am Mittwoch (Anstoß: 18.15 Uhr) ein ziemlich dickes Fragezeichen. Zuletzt fehlte der Angreifer wegen eines lädierten Knöchels. „Mein Plan ist, Dienstagabend zu trainieren und am Mittwoch auf dem Platz zu stehen“, sagt der Marler.

 Glembotzkis Verletzungspech steht sinnbildlich für die Saison, die Sinsen in der Westfalenliga spielt: Richtig rund läuft es nicht. „Auch wenn wir – da wir ja nun im Finale stehen – auch gewinnen wollen, weiß jeder bei uns im Team, dass wir noch wichtigere Aufgaben haben“, blickt „Glembo“ damit schon weiter voraus aufs Wochenende. Vier Spiele sind in der Westfalenliga (nur) noch zu absolvieren, Sinsen muss in diesen einen Rückstand von vier Punkten aufholen, um die Liga zu halten.

Im Endspiel heißt der Favorit Erkenschwick

 Gerne hätte der groß gewachsene Angreifer seiner Mannschaft in dieser Saison mehr geholfen. „Ich komme vielleicht auf zehn Spiele, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, hadert der immer wieder von Verletzungen geplagte Stürmer.

 Neben ihn fehlen Trainer Martin Schmidt immer wieder weitere wichtige Korsettstangen in der Mannschaft, sei es aus Verletzungsgründen, sei es wegen Sperren. „Teilweise sind wir froh, am Sonntag elf gesunde Feldspieler zusammenzubekommen“, sagt Glembotzki. „Und gefühlt haben wir in dieser Saison nicht zweimal mit der gleichen Viererkette spielen können. Dass da Sicherheit fehlt, ist doch klar.“

Im Pokalfinale „dahoam“ will sich der TuS einspielen aufs erste Liga-Endspiel am Sonntag in Rödinghausen, was einen ungleich höheren Stellenwert besitzt als der Pokal. Favorit ist für Glembotzki klar der Gast vom Stimberg, der eine kurze Anfahrt hat. Glembotzki: „Sinsen - Erkenschwick ist ja fast wie ein Derby.“ Zu Deniz Batman oder Kevin Kokot habe er noch losen Kontakt, sagt der Chemielaborant, der seit der U17 sechseinhalb Jahre für die Schwarz-Roten spielte.

 In Sinsen hat er es nun – trotz Abstiegssorgen und Verletzungspech – offenbar gut getroffen. „Das ist ein echter Wohlfühlverein“, sagt er. „Auch die Jungs in der Mannschaft sind super.“ Seine Zusage für die kommende Saison steht, und zwar unabhängig, ob Sinsen den Ligaverbleib schafft oder nicht.

 Der ist zumindest am Mittwochabend zweitrangig. „Das Finale werden wir annehmen“, verspricht Alexander Glembotzki. Für ihn wäre es mit 25 Jahren bereits das dritte – wenn der Knöchel mitspielt.

von Olaf Krimpmann

 Krombacher Kreispokal, Endspiel: TuS 05 Sinsen - Spvgg. Erkenschwick; Mittwoch, 4. Mai 2016, 18.15 Uhr – BSA Obersinsen, Schulstr.

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