kreispokalsieger 2016Die Spvgg. Erkenschwick hat den Kreispokal wieder an den Stimberg geholt. Am Abend setzte sich der Oberligist beim TuS 05 Sinsen vor 200 Zuschauern mit 5:2 (2:2) durch. Der Erfolg war verdient, die Entscheidung fiel aber erst in der Schlussphase. Dass überhaupt Spannung aufkommen würde an diesem Pokalabend, war zunächst nicht abzusehen.

Schwarz-Rot feiert: Christoph Kasak (3.v.l.) macht die Kreispokalsieger vom Stimberg (und den Fotografen) nass. Foto: Olaf Krimpmann

 Mehr als eine halbe Stunde lang kontrollierte die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller das Kreispokalfinale sicher. „Eine richtig gute Leistung“ attestierte der Erkenschwicker Coach seinen Spielern.        

Und die schlug sich auch im Ergebnis nieder: Tim Forsmann jagte den Ball schon in der 10. Minute per Nachschuss aus elf, zwölf Metern ins Netz. Und Julian Sammerl erhöhte in der 22. Minute auf 0:2: Nach einer Flanke von Marvin Schurig und einer unglücklichen Sinsener Abwehr hatte Sammerl aus wenigen Metern Torentfernung keine Mühe.

 Und der TuS 05 Sinsen? Der zeigte drei Tage nach dem ebenso spektakulären wie unglücklichen 3:3 gegen den SV Spexard in der Westfalenliga zunächst viel Respekt. Aber er musste auch Rückschläge wegstecken.  Sören Luppatsch fiel auf die Schulter und musste ausgetauscht werden (24.), Marvin Piechottka räumte seinen Platz im Team nach 43 Minuten angeschlagen.

 Aber mit einer Aktion waren die Gastgeber dann doch im Spiel. Erkenschwicks Torhüter Marcel Müller rutschte ein langer Sinsener Einwurf durch die Hände – Mustafa Dana stand richtig und beförderte den Ball per Kopf zum 1:2 ins Erkenschwicker Tor.

 Im Anschluss spielte der TuS 05 forscher und wurde noch vor der Pause belohnt. Mit einem Traumtor: Johannes Engel zirkelte einen Freistoß aus 22 Metern über die Erkenschwicker Mauer in den Winkel. Das Schaustück des Abends auf der Bezirkssportanlage – 2:2 (44.).

Mehr Schwung nach einem Dreifach-Wechsel

 Ein Treffer, der dem Favoriten sichtlich zusetzte. Die Schwicker Selbstsicherheit der ersten 38 Minuten war weg, nach der Pause belauerten sich beide Mannschaften. Klare Vorteile, klare Chancen erspielte sich keine.

 In der 72. Minute versuchte Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller dem lahmenden Spiel seiner Elf mit einem Dreifach-Wechsel wieder mehr Schwung zu verleihen. Deniz Batman, Arda Nebi und Stefan Grummel kamen. Und mit ihnen auch etwas mehr offensiver Biss.

 In der 77. Minute setzte Marvin Schurig im Sinsener „16er“ energisch nach und erzielte mit einem strammen Linksschuss das 2:3. Die Gastgeber versuchten, eine Antwort zu geben – in der Schlussphase aber leisteten sie sich kapitale Patzer in der Defensive. Einen nutzte Mirko Eisen per Kopf zum 2:4 (89.), den zweiten Deniz Batman zum 2:5 (90.).

 Irgendwie typisch Sinsen, fand TuS-Trainer Martin Schmidt: „Es war wie in der Liga. Wir sind gut im Spiel und dann leisten wir uns solche Fehler. Das ist schade!“

Am insgesamt verdienten Erfolg des Oberligisten gab es indes wenig zu rütteln. Die Schwarz-Roten verspritzten hinterher reichlich Gerstensaft – um den Titel und ihre eindrucksvolle jüngere Kreispokalbilanz zu feiern.

 Denn: In den letzten drei Spielzeiten hat die Spvgg. nur ein einziges Kreispokal-Duell verloren: das Finale beim TSV vor einem Jahr.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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