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Nebi arda 07Die Spvgg. Erkenschwick hält den Aufstiegskampf in der Oberliga Westfalen spannend. Zwar rückte die TSG Sprockhövel mit einem 2:2 (2:1) gegen eben jene „Schwicker“ wieder näher an Spitzenreiter Siegen heran. Große Feierlichkeiten wurden am Baumhof aber nicht angestimmt. Der SV Lippstadt hängt Sprockhövel und Siegen im Nacken, und da ist die Spvgg. selbst.

 

Traf doppelt für die Spvgg. Erkenschwick: Arda Nebi, der sich immer wieder heiße Duelle mit Sprockhövels Innenverteidiger Cedrik Mvondo lieferte.  Foto: Olaf Krimpmann

Gewinnt sie ihr Nachholspiel am Mittwoch in Hamm, hat sie vollends aufgeschlossen. Hauptsache, die Kraft reicht dazu noch.

Auf dem sonnenüberfluteten Baumhof, auf dessen Kunstrasenplatz am Sonntag kein Quadratzentimeter Schatten fiel, lieferten sich Sprockhövel und Erkenschwick einen erbitterten Fight, der in den ersten 45 Minuten den Ansprüchen eines Spitzenspiels vollauf gerecht wurde.

 Schon in Minute zwei wurde es kribbelig, als Marcel Müller im Eins-gegen-eins Christopher Antwi-Adjej zu Fall brachte, Christoph Kasak in der gleichen Szene Maximilian Claus umlief und Emre Karaca das leere Tor derart lax anvisierte, dass Müller noch heranfliegen und parieren konnte.

 Schiri Holzenkämpfer ließ generös weiterspielen, wie er überhaupt relativ wenig ahndete. Am Ende zum Leidwesen von Sprockhövel, das in der Schlussphase wohl zu Recht einen nicht gegebenen Foulelfmeter (Marvin Schurig an Tim Dudda) monierte.

 Da war wieder Feuer drin im Spiel, das in Durchgang eins schon heiß herging. Zweimal ging Sprockhövel nach Standards in Führung, zweimal fielen die Tore, wie sie bitterer nicht hätten fallen können. Beim 1:0 nach Freistoß von Maerz schoss Christoph Kasak mit Stefan Grummel den eigenen Mann an, von dem der Ball ins Tor prallte (17.). Beim 2:1 durch Raoul Meister rutschte Grummel nach einem Eckball der Ball durch die Beine – dabei hatte der „Sechser“ goldrichtig auf der Linie gestanden…

Gäste vom Stimberg spielen nach vorne

 Wie angekündigt versteckten sich die Gäste nicht, spielten sich auch klasse Chancen heraus: Erst verfehlte Nils Eisen aus 18 Metern knapp das Ziel (5.), dann Arda Nebi aus neun (14.). Stefan Oerterer schlenzte in der 20. Minute etwas zu gefühlvoll den Ball – zum Glück war Nebi mitgelaufen und drückte das vom Pfosten abgeprallte Rund zum 1:1 über die Linie.

 Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunächst ruhiger, beide Mannschaften mussten wohl auch den Temperaturen Tribut zollen. Das Tor aus dem Nichts zum 2:2, das Arda Nebi nach feiner Vorarbeit von Stefan Oerterer erzielte (68.), läutete dann eine Schlussphase ein, die es noch einmal in sich hatte.

 Nun hatte auch Sprockhövel aus dem laufenden Spiel heraus Gelegenheiten, wobei Spvgg.-Keeper Marcel Müller immer, wenn’s brenzlig wurde, auf dem Posten war und reaktionsschnell parierte.

 Magnus Niemöller wechselte zweimal und versuchte seinerseits, die Offensive anzukurbeln, brachte Mirko Eisen und den im Vergleich zu Tim Forsmann offensiver ausgerichteten Kevin Kokot.

 Sprockhövel verteidigte aufmerksam, dennoch tauchte zweimal Stefan Oerterer noch frei vor TSG-Keeper Robin Benz auf, zweimal hatte „Ö“ kein Schussglück. Seit Wochen wartet der 28-Jährige auf sein 21. Saisontor, und auch am Baumhof wollte es einfach nicht fallen.

Von Olaf Krimpmann