Drucken

husen-kurlAls der Platzwart pünktlich zur zweiten Halbzeit das Flutlicht anwarf, da zeugte das von großem Optimismus seitens des Gastgebers. Hier Bezirksligist Husen-Kurl, da NRW-Ligist Erkenschwick. Würde es da etwa Verlängerung geben können?



 
24 Minuten später jubelte die Mehrzahl unter den 150 Zuschauern im Schulzentrum Asseln, der Außenseiter hatte gerade zum 2:3 getroffen. Mehr aber war nicht drin für den wackeren Bezirksligisten. Das Spiel endete 2:5 (1:3), und der Favorit vom Stimberg stand in der dritten Runde des Westfalenpokals. Das war’s, viel mehr gibt’s dazu aus Sicht der Spvgg. nicht zu sagen.
Auf einem der längsten und breitesten Hartplätze, die die Fußball-Republik wohl im Angebot hat, durfte kein Zauberfußball erwartet werden. Der Gegner, ein von Spvgg.-Trainer Jürgen Wielert erwartet hartnäckiger, spielte darauf seine körperlichen Vorteile aus, ohne dass es eine unfaire Partie gewesen wäre. Nach 57 Sekunden hatte gar der baumlange Gerrit Rohner das 1:0 auf dem Fuß, verzog aber.
Das Spiel wurde zwar mit fortlaufender Dauer nicht unbedingt besser, der NRW-Ligist aber bekam die Partie immer besser in den Griff. Rückkehrer Timo Ostdorf führte sich nach 23 Minuten glänzend ein, als „Ossi“ ein Zuspiel von Alexander Glembotzki zum 0:1 ins lange Eck schoss. Die Führung gab Selbstvertrauen, und Stefan Oerterer legte vor der Pause mit einem Doppelpack zum 0:3 nach (36.; 38.).
Noch vor dem Halbzeitpfiff kam der Bezirksligist zum Anschlusstreffer. Weil André Holtmann einen Freistoß punktgenau auf Gerrit Rohner spielte, der in der Luft einfach nicht zu bekämpfen war (42.).
Dieses Tor weckte die Dortmunder Lebensgeister. Während den Erkenschwickern nach dem Wechsel zunächst nicht mehr viel einfiel, kam der Außenseiter ein, zweimal gefährlich vor das von Kevin van Holt gehütete Tor. Nicht unverdient fiel also das 2:3, das Marvin Busse nach 69 Minuten erzielte.
Die Spvgg. allerdings gab die richtige Antwort. Nur fünf Minuten später traf Tobias Bockhoff zum 2:4, weitere drei Minuten darauf machte Alexander Glembotzki mit dem 2:5 den Deckel drauf. „Eine gute Bewegungseinheit“, fand Trainer Jürgen Wielert das Spiel – und in der Tat, viel mehr war’s wirklich nicht.
Noch nicht mit dabei war Neuzugang Daniel Opitz. Die Passstelle in Duisburg vermisste beim Antrag noch eine Unterschrift, die noch nachgereicht werden soll.

Husen-Kurl: Wiegand – Holtmann – Liesener (78. Dehn), Hermann – Busse, Schaumann, Weidemann (72. Müller) Krause, Raifekerste – Dos Rodrigues, Rohner
Erkenschwick: van Holt – Talaga (80. Kokot), Falkowski, Herold, Drontmann – Menne, Koch (46. Warncke), Ostdorf, Batman – Oerterer (46. Bockhoff), Glembotzki
Schiedsrichter: Bagli (Gladbeck)
Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Ostdorf (23.), 0:2 Oerterer ( 36.), 0:3 Oerterer (38.), 1:3 Rohner (42.), 2:3 Busse (69.), 2:4 Bockhoff (74.), 2:5 Glembotzki (77.)

von Olaf Krimpmann