Nebi arda 08Kostet der Heimkomplex die noch immer theoretische Meisterschaft? Gut möglich. Pfingstmontag kassierten die Schwarz-Roten gegen Arminia Bielefelds U23 die sechste Niederlage auf eigenem Platz in dieser Saison. Was unter dem Strich viel zu viele sind, um den großen Coup noch zu landen. Dabei lag der auch im Spiel gegen die Ostwestfalen im Bereich des Möglichen. Als Davide Basile nämlich einen von Stefan Oerterer getretenen Eckstoß eher ins Netz eierte, denn platziert köpfte, und die Platzherren nach 13 Minuten in Führung gingen, da hatten sie am Stimberg alles im Griff.

 

Bielefelds Linksverteidiger Orkun Tosun ist auch in diesem Lauf- (und Handduell) mit Arda Nebi der erste Sieger.  Foto: Krimpmann 

 

 Das hatten sie auch nach 30 Minuten, nachdem Arda Nebi (scheiterte mit einem Schuss an Verteidiger Orkun Tosun) wie Oerterer (verzog frei vor dem Tor aus zwölf Metern) weitere dicke Chancen vergaben. Aber was beispielsweise im Nachholspiel am Mittwoch in Hamm (2:0) noch irgendwie ausgereicht hatte, sollte gegen Bielefeld hinten und vorne nicht genug sein.

 Arminen-Trainer Daniel Scherning, der mit seiner jungen Truppe nicht die prominente Saison spielt wie in der Vergangenheit, lobte sein Team am Ende mit Recht. Endlich habe es mal seine gesamte Qualität aufs Feld gebracht, befand der Trainer.

 Und so bissen sich die Platzherren mit zunehmender Spielzeit immer stärker die Zähne aus am dichten, gut verteidigenden Bielefelder Abwehrverbund, und wurden selbst immer anfälliger für die Angriffe der Gäste, die diese stets mit einem gehörigen Tempo vortrugen.

 Eins, das die Schwarz-Roten am Montag nicht immer migehen konnten. Zu einer Schussschwäche, von der etwa Stefan Oerterer seit dem Bekanntwerden seines Wechsels zu TuS Haltern befallen ist, und die gegen Bielefeld auch Arda Nebi erfasst hat – eigentlich beides Garanten fürs Offensivspiel –, kam dann, dass die geistige Frische in der Verteidigung fehlte.

 Wie vor dem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 42. Minute, als erst der Ball auf der linken Erkenschwicker Defensivseite nicht energisch genug behauptet wurde und dann die Innenverteidigung Spalier stand bei Aytürk Gecims Sprint in den Strafraum alleine auf Marcel Müller zu.

 Ein Tor kurz vor der Pause sei oft Gift für das Team, befand Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller: „Du gehst mit einem schlechten Gefühl in die Kabine und auch mit einem schlechten wieder raus.“

Und das Gefühl trog dann auch nicht. Auch wenn sich sein Team nach dem Wechsel zeitweise am und im Bielefelder Strafraum festsetzte, Mirko Eisen etwa aus fünf Metern am glänzend reagierenden Keeper Balkenhoff scheiterte (62.), wie Stefan Oerterer mit einem Freistoß in der 81. Minute: Der Gast ergriff präzise und effizient seine Chancen. So Tosun zum 1:2 nach Freistoß von Nico Schneck (58.), so Gecim nach Konter über Dittrich (74.) zum 1:3.

 So blieb aus Erkenschwicker Sicht die einzig erfreuliche Mitteilung des Wochenendes, dass mit David Sawatzki nun doch ein Feldspieler aus dem aktuellen Kader für die kommende Saison zugesagt hat.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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