allalizouhairIrgendwann hat Zouhair Allali aufgehört mitzuzählen. „60 oder 70 waren es bestimmt“, sagt der neue Trainer der Spvgg. Erkenschwick. Gemeint sind Gespräche mit potenziellen Neuzugängen für den Fußball-Oberligisten. Als er sich nach seiner Verpflichtung im April bei der Mannschaft vorstellte, konnte der A-Lizenzinhaber nicht ahnen, dass er nur zwei Kicker wiedersehen würde: David Sawatzki und Torhüter Tim Oberwahrenbrock.

Seit feststeht, dass der Kader den Verein nahezu komplett verlässt, ist Allali im Dauereinsatz. Das Zwischenresultat: „Wenn wir morgen ein Meisterschaftsspiel bestreiten würden, hätten wir eine Mannschaft auf dem Platz“, sagt der Trainer. „Wir haben noch nicht die Namen aller Spieler, die zu uns kommen, öffentlich gemacht.“

 

Sicher sei aber auch, so der 34-Jährige, dass die Spielvereinigung noch einige Arbeit vor sich habe, bis der Kader stehe.

 Wen kann, wen will sich der Verein leisten, sei die eine wichtige Frage. Die andere: Welcher Spieler hat schon Lust auf die nicht alltägliche Aufgabe, eine komplett neue Mannschaft mit aufzubauen?

 Allali: „Zu bieten haben wir nur viel Arbeit für wenig Geld.“ Sawatzki, Oberwahrenbrock, Dennis Konarski vom SV Zweckel oder Dennis Weßendorf von Westfalia Herne seien etwa Spieler, „die Bock auf dieses Projekt haben“.

Es sind Spieler, die Oberliga-Format besitzen. Bei anderen ist das längst nicht klar, Allalis Kader wird einer Wundertüte gleichen. „Das ist sicher richtig. Aber aus dieser Wundertüte ist doch jeder mal gesprungen – ich auch“, sagt der Trainer.

 Dass sich nicht jeder in der Oberliga durchsetzen werde, sei klar. „Aber die Spielvereinigung ist eine spannende Aufgabe. Wir gehen das hier alle mit großem Ehrgeiz an.“

Ehrgeizig ist auch der Termin für den Trainingsstart: Am 25. Juni ruft Allali seinen Kader zum ersten Mal zusammen. Andere Klubs haben da noch zwei Wochen Ferien vor sich. Aber ein normaler Verein ist die Spvgg. derzeit nicht. „Wir haben mehr Arbeit als andere Mannschaften, es sind ja fast alle neu“, sagt Zouhair Allali.

 So viel Arbeit jedenfalls, dass der Trainer nun überlegt, seinen Urlaub abzusagen. Den hat der 34-Jährige noch gebucht, als er Spielertrainer beim Bezirksligisten FSV Gescher war. Die Spvgg. hat alles geändert. „Ich fürchte“, so der Trainer, „daraus wird nichts.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

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