Sawatzki DegenEs ist der 8. April 2008 und nicht gerade einer der gemütlichsten Tage im Jahr, denn es ist noch recht frisch. 3500 Zuschauer sind dennoch gekommen, um Borussia Dortmund am Stimberg aufspielen zu sehen. Weidenfeller, Frei, Großkreutz heißen die Namen auf der einen Seite. Allali, Sawatzki unter anderem auf der anderen. Letztere feiern Freitagabend (8. Juli 2016, 19 Uhr) ein Déjà-vu, wenn der Vizemeister abermals im Stimberg-Stadion antreten wird.

So war’s vor acht Jahren: David Sawatzki nimmt es hier im Dribbling mit dem Schweizer Nationalspieler Philipp Degen auf.  Foto: Olaf Krimpmann

  „Sawa“ wird die Spvgg. Erkenschwick als Kapitän aufs Feld führen, Allali auf der Trainerbank sitzen, wenige Meter neben Thomas Tuchel.

Das Wetter verspricht prächtige Fußball-Unterhaltung, eine große Kulisse scheint bereits nach dem Vorverkauf garantiert, in dem schon über 5000 Tickets abgesetzt wurden. Das dürfte der große Unterschied zum 7. April 2008 zu sein. Eins würde Trainer Allali dennoch wiederholen: Solch ein glimpfliches Resultat zu erzielen wie vor acht Jahren. Beim 0:4 zog sich der Oberligist achtbar aus der Affäre.

„Dortmund wird uns sicher nicht in Watte packen“, ahnt der Erkenschwicker Trainer. Für den BVB ist es das erste Testspiel mit neuer Mannschaft. Kein Wunder, dass jeder Fan gerne Neuzugänge wie Ousmane Dembelé und Sebastian Rode hautnah erleben möchte. Auch Allali ist gespannt – auch wenn sich der Castroper nicht direkt als BVB-Fan outet: „Ich bin Fußballfan.“

Und damit zwangsläufig ein Anhänger von BVB-Coach Thomas Tuchel. Allali: „Ein hochintelligenter Trainer, der es schafft, einen Umbruch hinzubekommen und noch einmal Qualität dazu zu gewinnen.“

Frei hat sich bei Kruska beschwert

Ob da ein Stück weit Neid mitschwingt, ist nicht herauszuhören, muss auch nicht. „Wir werden ohnehin nur auf uns schauen – am Freitag gegen Dortmund und später in der Meisterschaft.“

Seine blutjunge Mannschaft (19,8 Jahre im Schnitt) kann sich am Freitag ein Beispiel an ihrem Chef nehmen. Im April 2008 jedenfalls, erinnert sich Zouhair Allali, habe er direkt gegen Alexander Frei spielen dürfen.

Beim 4:0 ging der Schweizer Nationalspieler (Spielposition bekanntermaßen Sturm) leer aus. „Über Marc-André Kruska habe ich später gehört, dass sich Frei über mich beschwert haben soll“, sagt Allali. Er sei wohl sehr motiviert aufgetreten damals…

Einsatz fordert er daher auf jeden Fall ein gegen diesen übermächtigen Gegner, ergebnisunabhängig. „Natürlich möchte ich nicht 0:30 verlieren Meine Schmerzgrenze ist erreicht, wenn wir 0:5 verlieren und dabei auch noch schlecht spielen. Verlieren ja, aber dann wenigstens das Beste geben, das erhoffe ich mir für Freitag“, so Allali.

INFO Spvgg. Erkenschwick - Borussia Dortmund; Freitag, 8. Juli 2016, 19 Uhr – Stimberg-Stadion.

von Olaf Krimpmann

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