allalizouhairWeder TuS 05 Sinsen und die Spvgg. Erkenschwick, die am Samstag aufeinandertreffen können urlaubsbedingt ihr bestes Personal aufbieten. „Früher wurde vom Verein vorgegeben, wann ein Spieler in Urlaub zu gehen hat“, sagt Holger Jahnke, Co-Trainer beim Westfalenligisten TuS 05 Sinsen. „Aber diese Zeiten sind vorbei, gerade wenn man wie bei uns nicht mit Geld um sich werfen kann. Bei uns in Sinsen laufen die Uhren bekanntlich ein bisschen anders. 13, 14 Spieler sind am Samstag bei uns aber da – viel mehr wohl nicht.“

Teamgeist und ein Händchen bei der Suche nach Talenten – das sei der Weg, den man an der Schulstraße seit Langem eingeschlagen habe. Und auf dem man sehr gut fahre, wie Jahnke findet: „Wir waren letzte Saison sicher nicht die fußballerisch Besten, den Klassenerhalt haben wir dann halt über das Kollektiv klargemacht.“

Vielleicht taugt der Sinsener Weg ja als Blaupause für Gegner Erkenschwick? Vom Durchschnittsalter der Mannschaft, die heute Nachmittag auf dem Platz stehen wird, dürften die Schwarz-Roten den TuS 05 sicher noch locker unterbieten.

Auch Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali muss auf etliche Urlauber verzichten, auch Allali weiß: „So ist das im Amateurbereich nun mal. Aber keine Angst, wir werden in Sinsen schon elf gute Spieler auf den Platz bringen.“

Jahnke wie Allali stellen dabei nicht das Resultat in den Vordergrund. „Ziel ist, am Tag X da zu sein, wenn die Saison anfängt“, sagt Jahnke. Wenigstens scheint in Sinsen die Lust aufs Toreschießen bereits ausgeprägt:

Sieben Tore im Hertener Katzenbusch, vier jüngst in Disteln – diese Ausbeute kann sich sehen lassen. „Ob uns Erkenschwick so viele Möglichkeiten gönnt, wage ich aber zu bezweifeln“, sagt Holger Jahnke. „Kanonenfutter sind die in der Oberliga sicher nicht.“

Das hofft auch Zouhair Allali, auch wenn der Spvgg.-Trainer weiß: „Es ist noch ein langer Weg.“ Im Training klappten viele Dinge bereits hervorragend, so der Übungsleiter. „Jetzt müssen die Jungs das auch im Spiel umsetzen.“ Genau das auszutesten, dazu sei eine Mannschaft eines Kalibers wie Westfalenligist Sinsen kein schlechter Gegner.

Von Olaf Krimpmann

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