hawich nico 1Auch das Testspiel gegen den DSC Wanne-Eickel hat die Spvgg. Erkenschwick 0:2 verloren. Ausgerechnet in der heißen Phase der Vorbereitung, in der sich eigentlich eine Stammbesetzung herauskristallisieren sollte, sieht sich Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali mit mehr Problemen konfrontiert als befürchtet. Die Geschichte des Spiels ist dabei schnell erzählt: Über 45 Minuten tat sich auf beiden Seiten herzlich wenig, es herrschte vor beiden Toren Flaute. Nach dem Wechsel wurden die Platzherren etwas mutiger, hatten im Ansatz ein, zwei gute Szenen, etwa durch einen 25-Meter-Schuss von Tolga Cengelcik (52.).

Dem Ball nur hinterher schauen kann in dieser Szene Erkenschwicks Niko Hawich (r.).  Foto: Olaf Krimpmann

 Als Peter Rios Pfannenschmidt einen Freistoß aus 18 Metern über die Erkenschwicker Mauer zum 0:1 versenkte (58.), fiel bei den Schwarz-Roten alles in sich zusammen. Steven Lorenzen per Kontertor sorgte nach 76 Minuten für den 0:2-Endstand gegen zunehmend überforderte Platzherren.

Mit Abpfiff hatte nicht nur Kapitän David Sawatzki die Nase gestrichen voll, als „Sawa“, der seine Mitstreiter mehrfach wütend antrieb, verärgert das Trikot auf den Boden warf. Auch Trainer Zouhair Allali fand deutliche Worte: „Heute waren mal nicht der BVB oder Schalke unser Gegner, schon spielen wir ganz anders.“ Am Donnerstag beim 0:2 gegen Schalkes U23 hatte der Trainer sein Team noch für eine vorbildliche Einstellung gelobt.

Neben dem Kopfproblem, das Allali damit unverhohlen ansprach, gesellt sich offenbar auch ein Offensivproblem. Eugene Ofosu-Ayeh, der bislang einen starken Eindruck hinterlassen hat, fehlte einmal mehr angeschlagen.

Dazu musste Spitze Ivan Benkovic nach nur 18 Minuten verletzt raus wie nach 41 Minuten Ibrahim Erdem, der auf der „Zehner-Position“ auflief. Dass damit eine ganze Abteilung Attacke ausfiel, war für Allali aber keine Ausrede für einen mutlosen Auftritt seiner Mannen, die es in dieser Verfassung schwer haben werden in der Oberliga.

von Olaf Krimpmann

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