Kosgin Emre2Leichtes Spiel für die Spvgg. Erkenschwick: In der zweiten Runde des Kreispokals kam der Oberligist auf eigenem Platz zu einem 8:0 (4:0) über DTSG Herten. Es war ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Trainer Zouhair Allali: Dessen wie auch die Nerven des Großteils der 44(!) zahlenden Zuschauer, die den Weg ans Stimberg-Stadion trotz Dauerregens gewagt hatten, wurden geschont.

 

 

Emre Kosgin (links) blockt im Hertener Strafraum DTSG-Verteidiger Sadik Tokman ab.  Foto: Olaf Krimpmann

 „Da waren ein paar schön Aktionen dabei“, lobte Allali seine bessere B-Elf. Der Trainer hatte nach den 120 Pokal-Minuten von Holzwickede und dem kommenden Oberliga-Start bei Eintracht Rheine am Sonntag etlichen Kräften eine kleine Pause verordnet. Zwar ließ diesmal ein wenig die Effizienz zu wünschen übrig, denn gemessen an klaren Torchance wäre auch ein Resultat in zweistelliger Höhe denkbar gewesen. Aber darum ging es Zouhair Allali nicht: „Wir brauchen Spiele, Spiele, Spiele.“

Emre Kosgin brachte die Platzherren nach Ablage von Niko Hawich früh in Front (7.). Die weiteren Erkenschwicker Treffer erzielten – teils ohne große Gegenwehr – Tolga Cengelcik (36.), Enes Coemez (62.), Janik Bröcker (71.), nochmals Kosgin (85.) sowie zweimal Tolga Cengelcik (87.; 89.).

Doch bei allem Respekt: Das „Tor des Tages“ gelang Ahmet Türk. Der DTSG-Kapitän köpfte aus eineinhalb Metern Torentfernung den Ball unbedrängt ins eigene Netz – selbst Welttorhüter Manuel Neuer wäre hier machtlos gewesen.

„Den habe ich ganz gut getroffen, was“, meinte Ahmet Türk nach Spielschluss verschmitzt. „Ich wusste nicht, ob hinter mir noch ein Gegenspieler stand, daher wollte ich den Ball nicht mit der Brust annehmen.“

Dass sein Team chancenlos war an diesem Abend, räumte der DTSG-Kapitän ein. Der sagte aber auch: „Schade, wir haben heute ohne acht Stammkräfte gespielt. Es wäre enger geworden, wenn wir vollständig gewesen wären.“

Von Olaf Krimpmann

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