benkovic ivan4Kein Sieger im umkämpften Vest-Derby zwischen der Spvgg. Erkenschwick und dem TSV Marl-Hüls: Das 1:1 (1:1) spiegelt die Kräfteverhältnisse auf dem rutschigen Rasen des Stimberg-Stadions richtig wider. Nach dem Schlusspfiff akzeptieren die beiden Trainer das Ergebnis, doch die Hausherren können mit dem Unentschieden sichtbar besser leben. Während Erkenschwick Zouhair Allali froh ist, „dass es so geklappt hat“, erklärt TSV-Trainer Michael Schrank, dass er mit dem Resultat angesichts der notorischen Auswärtsschwäche seiner Elf nicht unzufrieden sei.

 

 Heißer Derby-Zweikampf: Der Hülser Tobias Hötte (r.) ist mit dem Kopf eher am Ball als Ivan Benkovic. Ob in der Luft wie hier oder am Boden – Hötte ließ Erkenschwicks Doppeltorschützen von Rheine keinen Zentimeter Spielraum.  Foto: Olaf Krimpmann

 

Während Erkenschwick im ersten Durchgang ein Chancenplus hat, ist Hüls dem Siegtreffer nach dem Seitenwechsel eindeutig näher.

Die Gäste überlassen der Spvgg. zunächst das Spiel. Ibrahim Erdem gelingt der erste Abschluss, aber sein Schuss geht drüber (4.). Beim Erkenschwicker Führungstreffer sieht Dario Gedenk schlecht aus. Zunächst unterläuft ihm kurz vor dem eigenen Strafraum ein Fehlpass, dann lässt er sich von Semih Demiroglu düpieren.

Dessen Hereingabe kann die starke TSV-Innenverteidigung noch abwehren, aber der Ball bleibt in der Gefahrenzone. Dennis Weßendorf, der am Loekamp mit dem Fußball angefangen hat, schießt aus 14 Metern wuchtig ein – 1:0 (20.).

Die Hülser Reaktion kommt prompt. Nach zwei gewonnenen Zweikämpfen auf der linken Seite landet die Kugel bei Michael Smykacz im Angriff. Der Goalgetter behält die Übersicht und bedient den besser postierten Gedenk, der eiskalt zum 1:1 abschließt und damit seinen Fehler ausbügelt (21.).

Es folgt die beste Phase der Gastgeber, die den TSV gehörig unter Druck setzt. Auf dem linken Flügel zaubert Eugene Ofosu-Ayeh (kl. Foto), wird aber zwei Mal hintereinander im letzten Moment abgeblockt (24.). 60 Sekunden später kommt Gerard Lubkoll aus knapp zehn Metern zum Schuss – knapp vorbei.

Weil die Hausherren nun ein wenig offener agieren, bieten sich dem TSV Kontermöglichkeiten. Pierre Nowitzki versucht es mit einem Schuss aus spitzem Winkel (27.), Smykacz scheitert, da Torhüter Oberwahrenbrock sicher pariert (34.).

Smykacz mit der Riesenchance zur Hülser Führung

Nach der Pause brennt Hüls zwar kein spielerisches Feuerwerk ab, aber die Blauen sind näher dran an der Entscheidung. Die erste dicke Möglichkeit hat Smykacz, der in der 49. Minute den Turbo zündet und sich allein vor Oberwahrenbrock für ein Dribbling entscheidet, anstatt den Ball direkt ins Tor zu befördern.

Mit Erdems Distanzschuss meldet sich die Spvgg. zurück (56.). Dann schlägt Sebastian Westerhoff eine Ecke auf den kurzen Pfosten, Lukas Diericks, im Mittelfeld erneut sehr präsent, köpft knapp am Tor vorbei (67.).

Eine Minute später legt der 24-Jährige für seinen Kapitän auf, der das Tor knapp verfehlt. Einen der seltenen Diericks-Fehlpässe ahnt David Sawatzki, Kapitän der Hausherren, voraus. Er setzt den ansonsten beim bärenstarken Tobias Hötte abgemeldeten Ivan Benkovic ein, dessen Abschluss aber kein Problem für TSV-Schlussmann Rafael Hester darstellt (73.).

Über die linke Seite läuft der beste Hülser Angriff der zweiten Hälfte. Nico Hoffmann flankt, Smykacz verlängert auf Westerhoff, der den Ball volley nimmt, aber verzieht (81.). Das Gegenstück vom rechten Flügel: Die Flanke des eingewechselten Frederic Engbert lenkt Spvgg.-Abwehrchef Dennis Konarski an den Außenpfosten (87.).

Den Schlusspunkt setzt Gerard Lubkoll, der vom rechten Flügel in die Mitte zieht und nicht richtig angegriffen wird. Sein Schuss zischt aber am Hülser Kasten vorbei (90.) – es bleibt beim gerechten Unentschieden.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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