Ofosu Ayeh eugene 01Wenn Bezirksligist Teutonia SuS Waltrop am Mittwoch die Spvgg. Erkenschwick im Sportzentrum Nord empfängt (19.15 Uhr), sind die Rollen klar verteilt: Der Oberligist vom Stimberg ist der haushohe Favorit, die Teutonen schätzen ihre Chancen realistisch ein. „Wir wollen die Spvgg. ein bisschen ärgern“, sagt Teutonen-Trainer Dennis Behrens. „Aber wir sind krasser Außenseiter.“ Das war vor zwei Wochen in dieser Deutlichkeit auch nicht unbedingt zu erwarten.

Denn die Spvgg. hatte bis auf Torhüter Tim Oberwahrenbrock und David Sawatzki alle Spieler des bisherigen Kaders inklusive Trainer Magnus Niemöller verloren und musste notgedrungen einen Neuaufbau starten. Der wirkte zunächst etwas holprig, unter anderem gab es ein Sichtungstraining – durchaus ungewöhnlich für einen Oberligisten. Manche befürchteten eine ganz schwierige Saison für die Spvgg.

 

Davon ist bisher wenig zu sehen. Zwar sind in der Oberliga erst zwei Spieltage absolviert, die Aussagekraft ist also eher noch begrenzt. Aber mit einem 4:0-Sieg bei Eintracht Rheine und einem 1:1 im Derby gegen den TSV Marl-Hüls zuletzt machten die „Schwicker“ auf jeden Fall auf sich aufmerksam.

Der dafür maßgeblich verantwortlich ist, den kennt Dennis Behrens aus gemeinsamen Zeiten ganz gut: Waltrops Trainer spielte in der Spvgg.-Jugend zusammen mit Zouhair Allali, der als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Man habe sich zwar lange nicht gesehen, aber er habe den Weg Allalis aus der Ferne verfolgt, sagt Behrens. „Auch als er noch Spieler war. Mir war klar, dass er in den Trainerbereich gehen würde.“

Heute stehen sich die beiden ehemaligen Weggefährten also als Gegner in der vierten Kreispokalrunde gegenüber. „Unser Hauptaugenmerk liegt aber auf Rentfort“, sagt Dennis Behrens mit dem Blick auf Sonntag, wenn seine Mannschaft in Gladbeck endlich die ersten Meisterschaftspunkte holen will. Gegen den Kreispokal-Titelverteidiger wollen die Teutonen zumindest ihr Defensivspiel schulen.

Das gelang vor ziemlich genau einem Jahr nicht so gut: Am 20. August 2015 unterlagen die Teutonen der Spvgg. in der dritten Runde des Kreispokals stark ersatzgeschwächt mit 0:7.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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