stimbergstadion baustelleDer Wunschzettel ist lang, den Hermann Silvers der Stadtspitze um Bürgermeister Carsten Wewers vorgelegt hat. Der Spvgg.-Vorsitzende hofft, dass das Stimberg-Stadion wieder attraktiver wird. Die Heizungsanlage sei kaputt, die Kabinen und das Wasser in den Duschen im Winter daher kalt und das Licht auf den Vorplätzen für höherklassigen Fußball schlicht zu dunkel, sagt Silvers. Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket III könnten die in seinen Augen dringend notwendigen Renovierungen durchgeführt werden.

 

Vor fünf Jahren wurde eine neue Laufbahn im Stimberg-Stadion verlegt.

  „Beim Konjunkturpaket II sind wir leer ausgegangen“, sagt der 76-Jährige. Gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden Andreas Giehl, dem kommissarischen Geschäftsführer Torsten Waschul und dem Fanbeauftragten Andre Oberlin traf sich Silvers am Montag mit dem Verwaltungsvorstand der Stadt. „Ein sehr positives Gespräch“, zieht Silvers Bilanz. Mit der Renovierung der Heizung und der Erneuerung der Lichtanlagen im Stadion, auf dem Kunstrasen und auf dem Tennenplatz sei es aber noch längst nicht getan, meint der Spvgg.-Chef.

„Der Belag auf unserem Kunstrasenplatz ist in die Jahre gekommen und gleicht einem Flickenteppich. Dieser muss nach elf Jahren unbedingt erneuert werden, damit der Trainingsbetrieb nicht gefährdet ist“, erklärt Silvers. Mit Kosten von rund 150 000 Euro rechnet Silvers für die insgesamt 7 700 m² große Fläche. Zudem sei auch der Ascheplatz nur noch selten für den Trainingsbetrieb nutzbar. „Die Drainage ist kaputt. Wir können die Asche nicht mehr bewässern. Wenn’s regnet, ist der Platz unter Wasser. Wenn die Sonne scheint, zieht die Staubwolke bis Kaufland“, klagt der Vereinsvorsitzende. Und weil auch die Erneuerung der Drainage mit hohen Kosten verbunden wäre, schlägt Silvers vor, an der Stelle gleich einen zweiten Kunstrasen zu verlegen. Mit dann zwei Kunstrasenplätzen, dem Stadion und der angrenzenden Sporthalle der Friedrich-Fröbel-Schule würde man die wichtigsten Posten für eine erfolgreiche Bewerbung als DFB-Stützpunkt erfüllen. „Und dann hätte man gute Chancen, dass sich der DFB an den Kosten beteiligt“, sagt Silvers. „Aber vor allem wäre das Stimberg-Stadion wieder deutlich attraktiver. Und davon profitieren doch alle.“

Von Olaf Nehls

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