Wenn es ncengelcik tolga 2icht so traurig wäre, man könnte über die Erkenschwicker Achterbahnfahrt schmunzeln. Aber so viel Halligalli wie im Spiel gegen ASC Dortmund auf dem Feld abging, das war auch den Treuesten deutlich zu viel. 3:4 (2:2) unterlag der Oberligist. Der war an allen sieben Treffern beteiligt und damit auch an allen Gegentoren. Vielleicht sollte der ASC Dortmund zum Rückspiel im Aplerbecker Waldstadion den geschockten Spvgg.-Anhängern freien Eintritt und freie Kost und Logis gewähren?

Kein Vorbeikommen: Tolga Cengelcik liefert sich an der Seitenlinie ein Duell mit dem Dortmunder Claas Heinze. Foto: Krimpmann

  Es wäre eine ansatzweise Kompensation zur Erkenschwicker Gastfreundlichkeit gestern auf dem Platz.

„Ich habe auch gute Dinge heute gesehen. Natürlich werden wir die negativen ansprechen, aber wir vergessen auch nicht die guten“, sagte Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali nach einem in jeder Hinsicht bemerkenswerten Kick vor 150 Zuschauern.

Der startete slapstickmäßig mit dem 0:1, das Daniel Schaffer mit dem ersten ASC-Torschuss in der vierten Minute ins kurze Eck erzielte. Die Platzherren schüttelten sich und nahmen unbeeindruckt Fahrt auf. Das ist in diesem Falle wörtlich zu nehmen: Gegen die keinesfalls sattelfeste Dortmunder Deckung kamen die Platzherren über ihre schnellen Angreifer immer wieder zu Chancen. Ibrahim Erdem nutzte seine zwei (8. und 19.), Ivan Benkovic (21. und 30.) leider nicht. „Wir hätten zur Pause 4:1 vorne liegen können“, haderte Allali.

So aber ging’s beim Stand von 2:2 in die Kabinen: Spvgg.-Keeper Tim Oberwahrenbrock, der schon beim 0:1 keine gute Figur gemacht hatte, zögerte bei einem weiten Pass in der 34. Minute, ließ sich dann im eigenen „Sechzehner“ von Schaffer leicht überlaufen, der zum zweiten Mal traf.

Ausgeglichen war’s auch nach dem Wechsel zunächst, nämlich was fehlende Cleverness betraf: Sowohl Strotmanns Foul an Benkovic (54.), als auch das Einsteigen von Semih Demiroglu gegen Schwarz (67.) waren höchst naiv und in ihrer Folge nur mit Foulelfmetern zu ahnden. Da beide Teams ihre nutzten, stand es folglich 20 Minuten vor Schluss 3:3.

Und das war noch lange nicht das Ende der kirmesreifen Achterbahnfahrt der Platzherren, es folgte gar noch eine Zugabe. Die Spvgg. wankte zwischenzeitlich zwar, schien dann aber zu einer Schussfahrt ins Glück ansetzen zu können: Demiroglus Schuss an die Latte etwa (83.) wie auch Erdems Chance aus zwölf Metern, die ASC-Keeper Altfeld mit der Fußspitze vereitelte (87.), waren erstklassige Chancen.

Keine große Gefahr schien kurz darauf der Freistoß heraufzubeschwören, den die Gäste in der 88. Minute zugesprochen bekamen. Orkun Koymali erwischte aus gut 25 Metern aber Tim Oberwahrenbrock auf dem falschen Fuß. Der boxte sich das Rund zum 3:4 sogar leicht selbst ins Tor. Dann war Schluss – und den Schwarz-Roten irgendwie recht komisch zumute.

von Olaf Krimpmann

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