sawatzki16Die jüngsten Niederlagen haben bei der Spvgg. Erkenschwick zumindest im Training einen nicht zu unterschätzenden Effekt erzielt. Die Intensität war höher als sonst. „Die Jungs haben richtig hart gearbeitet“, berichtet Zouhair Allali. Sehr zur Freude des Trainers, nicht aber dessen Geldbörse: Am Dienstag war es das erste Mal, dass der 34-Jährige, der bei den Einheiten oft selbst mitmacht, ein Trainingsspiel mit seiner Mannschaft verloren hat.

Die Lücken schließen und Akzente setzen: Eine Aufgabe für Spvgg.-Kapitän David Sawatzki. Foto: Krimpmann

Freitagabend ging die Pizza nach Trainingsschluss damit auf Allalis Team.

Gerne würde der Trainer auch am Sonntag etwas springen lassen – sollte gegen FC Gütersloh im dritten Anlauf in dieser Saison der erste Heimsieg eingefahren werden. Den hat Allali durchaus aus dem Zettel: „Auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht so toll waren, wollen wir weiter jedes Spiel gewinnen. Ich wüsste nicht, warum wir davon abrücken sollten.“

Dass der Trainer damit unweigerlich einen Druck aufbaut, ist ihm schon bewusst. Dieser Druck ist aber auch das Ergebnis einer Entwicklung. „Wenn man vergleicht, wo wir am Anfang der Vorbereitung standen und was man uns damals zugetraut hat, und wenn man jetzt sieht, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, dann ist der Anspruch von selbst gestiegen.“

Lob gab es durchaus nach dem 3:4 am vergangenen Sonntag gegen ASC Dortmund. Offensiv hatten die Schwarz-Roten viele gute Szenen. Aber auch dem Trainer ist nicht entgangen: In entscheidenden Mannschaftsteilen waren die Räume zu groß.

Auch Gütersloh, das erst am Sonntag gegen SC Hassel (2:0) den ersten Saisonsieg feiern konnte, könnte diese Räume erkennen und nutzen.

Was das für die Erkenschwicker Startformation für Sonntag bedeutet, will Allali noch nicht verraten. „Sicher haben wir im Training die eine oder andere Option ausprobiert. Aber noch mal: Grundsätzlich jetzt alles infrage zu stellen, wäre das Verkehrteste, was wir machen könnten.“ Wohl auch, weil personelle Alternativen nicht in jedem Mannschaftsteil in Fülle vorhanden sind…

Welche Alternative der FC Gütersloh für Lars Beuckmann aufbieten wird, bleibt aus Gäste-Sicht die Frage. Der zweikampfstarke Innenverteidiger erzielte nach Standards zwar beide Treffer gegen den SC Hassel, fing sich kurz vor Schluss aber auch die Gelbrote Karte und ist damit am Stimberg zum Zuschauen verurteilt. Beuckmann ist einer der absoluten Schlüsselspieler bei den Heidewald-Kickern, die im Sommer ebenfalls einen nicht unerheblichen Umbruch zu vollziehen hatten.

Bei der Spvgg. Erkenschwick sieht’s für Sonntag hingegen ganz hoffnungsvoll aus: „Alle haben stabil mittrainiert“, berichtet Zouhair Allali.

von Olaf Krimpmann

Spvgg. Erkenschwick - FC Gütersloh; So., 15 Uhr – Stimberg-Stadion. Liveticker: www.stimberg-zeitung.de

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