team spvgg 2016Am Scheideweg sieht Zouhair Allali seine Mannschaft so früh in der Oberliga-Saison noch nicht. Aber dass die Spvgg. Erkenschwick eine wegweisende Phase durchläuft, das räumt der Trainer ein. Fünf Spiele ist seine Elf nun ohne Sieg – und an diesem Sonntag stellt sich Tabellenführer SV Lippstadt 08 im Stimberg-Stadion vor (15 Uhr). Eine Aufgabe, um die Team und Trainer nicht zu beneiden sind. „Das ist eine Truppe, die auf einem ganz anderen Niveau spielt als wir. Damit können wir uns nicht vergleichen“, sagt Trainer Zouhair Allali über den SV Lippstadt.

 Jetzt ist Zusammenhalt gefragt: Die Spvgg. Erkenschwick trifft auf Oberliga-Spitzenreiter SV Lippstadt 08.  Foto: Thomas Braucks

  „Auf der anderen Seite freuen wir uns, gegen den Tabellenführer zu spielen. Wir werden alles geben.“

Der 34-Jährige hat durchaus registriert, dass bei der 1:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld II vor einer Woche einige Anhänger auf die Fehler seine jungen Elf pfiffen.

„Ich verstehe die Ungeduld der Zuschauer ja. Mir geht’s als Fußball-Fan auch nicht anders“, meint der Trainer. „Ich hoffe nur, wir schaffen es am Sonntag, den einen oder anderen Fan davon zu überzeugen, dass wir alles für den Verein geben.“

Auch wenn die Spvgg. erneut leer ausgehen sollte. Wie er seine Mannschaft gegen den abgeklärten, spielstarken SV Lippstadt auf- und einstellen wird, will Allali zwar nicht verraten. „Wir haben ein paar Optionen“, sagt der Trainer. Die Wahrscheinlichste ist: Schwarz-Rot wird erst einmal versuchen, das eigene Tor zu sichern und die Partie so lange wie möglich offen zu halten.

Denn mit dem Versuch, gegen den SV Lippstadt mitzuspielen, sind schon andere gescheitert – jüngst etwa der TSV Marl-Hüls im eigenen Stadion: Eine Halbzeit kamen die Hülser kaum an den Ball, zur Pause stand das 0:2 bereits fest.

Spvgg.-Trainer Allali: „Ich sage an die Adresse meiner Jungs: So wie gegen Bielefeld reicht’s nicht für die Oberliga – ihr müsst mehr tun.“ Mehr laufen, mehr kämpfen. „Sonst kommen wir gegen Lippstadt unter die Räder.“

Pech für die Spvgg.: Ein wichtiger Kicker aus dem ohnehin nicht üppig bestückten Kader wird am Sonntag voraussichtlich ausfallen – Gerard Lubkoll. Der Mann für die rechte Außenbahn hat sich eine Knöchelverletzung zugezogen.

„Gerard ist ein junger Spieler, die Belastung war für ihn in den letzten Wochen doch ziemlich hoch. Er braucht mal eine Pause“, sagt Allali. Eine Schwächung sei das natürlich. „Jetzt muss eben ein anderer für ihn in die Bresche springen.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

Zum Seitenanfang