Allali SchererBjörn Mehnert, Trainer von Westfalia Rhynern, hatte nach dem 5:0 seiner Mannschaft viele nette Worte für den unterlegenen Konkurrenten parat. Die Spvgg. Erkenschwick, so Mehnert, könne eine gute Rolle spielen in der Liga – wenn sie ihre Ungestümheit ablege. Ein Umstand, den der direkt nach dem Spiel so schweigsame Spvgg.-Trainer Zouhair Allali ebenfalls längst erkannt hat. „Wir müssen schneller erwachsen werden, als uns lieb ist“, ist mit ein wenig Abstand sein Schluss aus der derben „Packung“ im Stadion Papenloh.

 Euphorie sieht anders aus: Zouhair Allali und „Co“ Hansi Scherer. Foto: Krimpmann

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Auch zwei Tage später ist Allali noch fassungslos. Was hatten sich seine Mannen nicht für klare Möglichkeiten erspielt! „Wenn du aus fünf Großchancen kein Tor machst, wie willst du dann ein Spiel gewinnen?“, fragt der Übungsleiter.

Dazu gesellen sich nicht erst seit Rhynern mitunter riesige Lücken im Mittelfeld, die in der Abwehr kaum noch aufzufangen sind – wenn diese nicht auch noch patzt. „17 Gegentore in acht Spielen sind eindeutig zu viele“, sagt Allali. Dabei war sein Team doch ausgesprochen strukturiert (und ungleich erfolgreicher) in die Saison gestartet. „Jetzt zweifelst du natürlich auch an Dingen, die zu Beginn gut waren“, gestattet Allali einen Blick in seine Gefühlswelt. „Das ist nach einer solchen Serie normal.“

Nicht nur Allali sehnt ein Erfolgserlebnis geradezu herbei. Dass das am Sonntag im Pokal bei Preußen Münster eintreten wird, dürfte unwahrscheinlich sein. Erkenschwicks Trainer ist dennoch froh, dass ausnahmsweise der Pokal ansteht, nicht die Meisterschaft: „In Münster können wir keine Punkte verlieren, das ist das Positive.“

von Olaf Krimpmann

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