coemez demir wessendorfFünf Punkte hat die Spvgg. Erkenschwick in der Oberliga Westfalen gesammelt. Fünf Zähler, die wie Festgeld wirken – unverzinst allerdings. Seit fünf Wochen, genauer seit dem 11. September, hat sich auf dem Konto des Traditionsvereins nichts getan. Die Aktien dafür sind seitdem gesunken. Viel spricht auch an diesem Sonntag nicht dafür, dass die Schwarz-Roten ihr Haben werden aufstocken können. Gegner TuS Ennepetal hat sich in dieser Saison als überraschend stabil und stark erwiesen.

 Sie hielten den Laden noch halbwegs zusammen: Enes Coemez, Muhamed Demir und Dennis Weßendorf (von links) im Pokalspiel bei Preußen Münster.  Foto: Olaf Krimpmann

  Erst eine Niederlage steht zu Buche, klammert man die drohende Wertung nach der Posse um die Spielberechtigung von Neuzugang Renan Augusto Teixeira aus (wir berichteten).

„Das ist eine erfahrene Mannschaft, die zum Teil schon seit Jahren zusammenspielt. Ihre Erfahrung macht sie gefährlich, ihre Identifikation mit dem Verein lässt sie für jeden Gegner eine ganz schwer zu spielende Mannschaft werden“, sagt Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali. Der bläst erst gar nicht zur Attacke. „Bei den ganzen Baustellen, die wir momentan haben, ist es wichtig, erst einmal wieder den Laden dichtzuhalten“, sagt der Übungsleiter.

Fünf Gegentreffer in Rhynern, sieben in Münster – es ist zuletzt eine Menge eingeprasselt auf die junge Erkenschwicker Mannschaft.

Alternativen sind rar gesät

Personelle Alternativen sind rar gesät. Für Sonntag drohen Ivan Benkovic und Enes Coemez auszufallen, beide haben Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. Vor allem Coemez hatte bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Münster Anteil daran, dass die Spvgg. wenigstens für 45 Minuten einen defensiv stabilen Eindruck machte.

Gerard Lubkoll (Abriss im Sprunggelenk), der auf der rechten Defensivseite zu Saisonbeginn gute Ansätze zeigte, ist für Ennepetal noch kein Thema, womit sich das Erkenschwicker Ensemble am Sonntag wieder einmal so gut wie von selbst aufstellen sollte. „In Münster hatten wir vier Spieler auf der Bank. Viel mehr werden es in Ennepetal wohl auch nicht werden“, so der Erkenschwicker Trainer, der weiß: „Die Jungs müssen sich endlich mal wieder für ihren Einsatz belohnen.“

Schon mit einem viel zitierten „schmutzigen 0:0“ wäre Allali im Bremenstadion wohl mehr als zufrieden…

von Olaf Krimpmann

INFO TuS Ennepetal - Spvgg. Erkenschwick; So. (16. Oktober), 15 Uhr – Bremenstadion. Navi: Bremenplatz 33, 58256 Ennepetal.

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