jubel in rheine 2016 2Die Bilder scheinen wie aus einer anderen Zeit: Sie zeigen sich in den Armen liegende Spieler, sie zeigen David Sawatzki auf der Barriere der Obi-Arena, wo der Kapitän mit den Anhängern die Humba anstimmt. Dabei sind diese Bilder vom Erkenschwicker 4:0-Erfolg bei Eintracht Rheine gerade einmal 18 Wochen jung – nur gefühlt scheint dieser Tag Ewigkeiten her. Vor allem die Leichtigkeit, mit der die Schwarz-Roten am 18. August 2016 in ihrem ersten Oberliga-Spiel den „Delsen“ stürmten, ist den „Schwickern“ zwischenzeitlich komplett abhandengekommen

 

 Für Nostalgiker und vielleicht sogar als gutes Omen für Sonntag: In dieser Szene aus dem Hinspiel in Rheine entlädt sich die Freude über das dritte Tor für die Gäste vom Stimberg.  Foto: Olaf Krimpmann

. Sicher, die Formkurve zeigte zuletzt wieder nach oben. In der Tabelle ausgezahlt hat sich der Aufwärtstrend bislang nicht.

„Ich glaube weiter daran, dass sich harte Arbeit auszahlen wird“, sagt Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali. Das Rückspiel gegen Rheine am Sonntag ist die definitiv letzte Gelegenheit, den Beweis dafür anzutreten.

Natürlich denkt auch Erkenschwicks Trainer gerne an den Ligaauftakt im August zurück. „Mittlerweile haben wir aber schon etliche Epochen durchlebt“, sagt der A-Lizenzinhaber. Auch für ihn ist das Hinspiel schon weit weg, eine schöne Erinnerung. „Aus der wir aber Kraft ziehen sollten“, wie der Übungsleiter findet. „Deshalb freuen wir uns auf dieses Spiel. Wir haben damals ein 4:0 geschafft bei einem absoluten Angstgegner der Spvgg., das kann uns keiner nehmen.“

Wird Erkenschwick erneut Räume bekommen?

Allerdings hat der FC Eintracht seit dem Hinspiel das geschafft, worauf man am Stimberg wartet: Er hat seinen Ergebniskrise beendet und nicht zuletzt mit einem 1:0 beim SC Hassel sich im Mittelfeld der Liga etabliert.

Aber wie wird Rheine auftreten auf dem Kunstrasenplatz am Stimberg-Stadion? Die Räume eng machen, erst einmal – mit dem 0:4 im Hinterkopf – dem Gegner keine Möglichkeiten der Entfaltung lassen? Das kann gut sein, findet Zouhair Allali. Der zieht aber auch an eine andere Möglichkeit in Betracht: „Ich denke, Rheine wird gegen uns ein Tor schießen wollen. Dazu müssen sie in unsere Hälfte kommen. Und dann haben wir die Räume.“

Zum Jahresabschluss kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Okan Solak hat seine Sperre abgesessen, alle weiteren Feldspieler sind einsatzbereit, berichtet Allali. Nur nicht Tim Oberwahrenbrock: Der „Schnapper“ befindet sich seit einiger Zeit in einer beruflichen Fortbildung und kann kaum trainieren.

von Olaf Krimpmann

Spvgg. Erkenschwick - FC Eintracht Rheine; So., 18. Dezember, 14.30 Uhr – Kunstrasenplatz Stimberg-Stadion.

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