jubel gegen rheine2016In der Weihnachtszeit werden häufig Wünsche erfüllt, und wenn einer einen riesengroßen auf dem Herzen hatte, dann Zouhair Allali. Wunschlos glücklich ist der Trainer der Spvgg. Erkenschwick nach dem 3:1-Heimsieg über Eintracht Rheine zwar noch nicht. Aber allen „ist wirklich eine riesengroße Last vom Herzen gefallen“. Die anschließende Weihnachtsfeier im Vereinsheim zusammen mit den Fans geriet dann auch zu einer recht munteren Angelegenheit.

 

 Keine Angst, passiert ist nichts – außer dass Ismail Viran nach seinem Tor zum 3:1 einfach nur überglücklich am Boden liegt. Fürs Trikotausziehen gab’s später die Gelbe Karte. Foto Krimpmann

  Hätte es den Sieg nicht gegeben, wäre die Veranstaltung wohl einer kleinen Trauerfeier gleichgekommen.

Die sportliche Situation bleibt aber unverändert brisant. Bis zu vier Absteiger aus der Oberliga sind am Saisonende möglich. Die Situation im Tabellenkeller der Regionalliga West, die entscheidend in der Sache ist, lässt aktuell keine große Hoffnung zu, dass sich an der Zahl etwas ändert. Mit TSG Sprockhövel, SF Siegen, RW Ahlen und Schalkes U23 sind vier Westfalen-Klubs hochgradig gefährdet.

Erkenschwicks 3:1 vom Sonntag bringt die Schwarz-Roten wenigstens wieder bis auf fünf Punkte an den sicheren 14. Platz heran, den aktuell der FC Brünninghausen belegt. Für Trainer Allali bedeutet das: Auch in der Winterpause werden die Hände nicht in den Schoß gelegt.

„Wir schauen uns natürlich nach Verstärkungen um, einige Spieler sind schon bei uns im Probetraining“, berichtet der A-Lizenzinhaber. Unabhängig von der Position in der Mannschaft sucht Allali vor allem eins: erfahrene Spieler, die das junge Kollektiv führen können.

Spvgg.-Vorsitzender Hermann Silvers steht dem wohl auch nicht entgegen, wie er auf Nachfrage am Sonntag bestätigte. Wie immer am Stimberg gilt auch diesmal: „Es muss machbar sein“, so Silvers. Große Sprünge sind weiter keine zu machen – und finanzielle Drahtseilakte soll es nicht geben.

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang