hallenstadtmeister 2016 Tit SeniorenFünf verschiedene Sieger in den vergangenen sechs Jahren, nur einmal gelang eine erfolgreiche Titelverteidigung (2012 und 2013 siegte der FC 26): Die Oer-Erkenschwicker Hallenfußball-Stadtmeisterschaften der Senioren, die Samstag (ab 14 Uhr) und Sonntag (ab 13 Uhr) wieder in der Willi-Winter-Halle über die Bühne gehen werden, waren in der Vergangenheit stets für Überraschungen gut und immer hart umkämpft.

 Im Januar 2016 wurden die Senioren des SV Titania überraschend Stadtmeister. Und weil auch die Alten Herren von der Esseler Straße den Pott holten, präsentierte Markus Köthe (vorne in Unterhose und Socken) auch den zweiten Siegerpokal.  Foto: Andreas von Sannowitz

 So wie 2016, als der SV Titania seine lange Abstinenz auf dem obersten Treppchenplatz beinahe sensationell beendete. Ob der B-Ligist auch dieses Mal jubelt?

Zweifel am erneuten Triumphzug der Kicker von der Esseler Straße sind durchaus erlaubt. Die Favoriten tragen schließlich auch dieses Mal wieder schwarz-rote oder grün-weiße Trikots, denn der Spvgg. II als Bezirksligist und GWE als Spitzenmannschaft der Kreisliga A2 trauen die Experten am ehesten den Titelgewinn in der Halle zu.

Fest steht indes, dass es auch an diesem Wochenenden wieder voll werden dürfte in der Dreifach-Halle im Schulzentrum, wo der SV Rot-Weiß sich als Ausrichter auf eine willkommene Zusatzeinnahme freuen darf. Der „Budenzauber“ unterm Hallendach ist schließlich das erste sportliche Highlight des Jahres und der heimische Fußball-Fan überbrückt die fußballlose Zeit gerne mit einem Besuch bei den Stadtmeisterschaften. Und genau das macht die Titelkämpfe natürlich auch für die Aktiven zu einem speziellen Spektakel, spielen sie doch während der Freiluftsaison in den Kreisligen oder der Bezirksliga mangels Zuschauer-Interesse meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch sonst ist es 2017 wie meist vor dem Kampf um die Hallenkrone. Die Trainer messen der Veranstaltung (offiziell) wieder einmal keine große Bedeutung bei. Die Übungsleiter stellen das Turnier unter das Motto „Spaß haben und sich dabei möglichst nicht verletzten“.

So sieht es auch Spvgg.-Coach Oliver Gallert, für den seine erste Teilnahme als Trainer aber auch etwas Besonderes ist. „Ich freue mich darauf, habe bislang nur als Zuschauer die Stadtmeisterschaft in Oer-Erkenschwick gesehen. Und die Stimmung ist schon fantastisch.“

Die Spvgg. wird mit einer reinen zweiten Mannschaft teilnehmen, also ohne Spieler aus dem Oberliga-Kader. Einzig für den verhinderten Torwart Daniel Ridder steht Tim Oberwahrenbrock im Kasten. Auch die beiden Neuzugänge Sven Schreiber und Ben Kajan sind an Bord.

GWE-Coach Thomas Synowczik, bekanntermaßen kein großer Freund des Hallenfußballs, geht das Turnier wie immer entspannt an: „Für die Jungs hat es natürlich einen anderen Stellenwert. In ester Linie geht’s darum, Spaß zu haben. Und durch die Futsal-Regeln ist auch das Verletzungsrisiko nicht mehr so groß.“ Auf die Altherrenspieler im Kader wird GWE verzichten.

Bleibt schließlich noch die Frage, ob ein Gewinn bei der Hallenstadtmeisterschaft ein schlechtes Omen ist. 2016 siegte der SV Titania auf dem Parkett, stieg anschließend auf dem Feld aber aus der Kreisliga A ab. Vier Jahre zuvor erging es dem FC 26 ähnlich. Als Hallenstadtmeister 2012 verabschiedeten sich die Rapener am Saisonende aus der Bezirksliga und wurden danach sogar bis in die Kreisliga B durchgereicht.

von Olaf Nehls

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