team spvgg 2016Irgendwie war es am Ende wohl ein Oer-Erkenschwicker, der mitverantwortlich dafür ist, dass Joachim Mrowiec in der Oberliga-Rückrunde für die Spvgg. auf Torejagd gehen wird. Schließlich war der 25-jährige Neuzugang vom Ligakonkurrenten Hammer SpVg. im Konkurrenzkampf mit dem am Stimberg lebenden David Loheider zuletzt meist zweiter Sieger. „Und das war auf Dauer unbefriedigend“, sagt der 1,93 Meter große Mittelstürmer, der für die „HSV“ insgesamt nur 308 Minuten auf dem Platz stand und dabei zwei Tore erzielte.

Geboren in Oelde, im Kreis Warendorf, zog Mrowiec mit seinen Eltern schon im Alter von sieben Jahren nach Ascheberg, wo er noch heute mit seiner Lebensgefährtin wohnt. Bis zur B-Jugend spielte der gelernte Klimatechniker, der aktuell neben dem Fußball samstags noch die Meisterschule besucht, beim SV Herbern.

Dort verbrachte er auch die ersten zweieinhalb Seniorenjahre. Mit Herbern stieg er in die Westfalenliga auf. Schon im Aufstiegsjahr war der hochgewachsene Angreifer Ismail Atalan, damals Trainer von Davaria Davensberg, aufgefallen. Atalan, heute erfolgreicher Coach bei Drittligist SF Lotte, ging danach zum SC Roland Beckum. „Isi hat mir damals versprochen, wenn ich in der Hinrunde zehn Tore erziele, würde er mich nach Beckum holen“, erinnert sich der Sohn polnischer Eltern. Die Vorgabe erfüllte Mrowiec. Und auch Atalan hielt Wort. Und das, obwohl sich der Stürmer in seinem letzten Spiel für Herbern gegen FC Eintracht Rheine (2:2) eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Foulspiel schwer verletzte.

Ein Knorpelabriss im Sprunggelenk zwang ihn zu einer dreieinhalbmonatigen Pause. Erst Ende April 2013 gab er gegen Westfalia Rhynern (3:0) sein Debüt für die Roländer. Gut drei Jahre später wechselte er zu den Hammer Vorstädtern, wo er in der Saison 15/16 in 16 Spielen immerhin drei Tore erzielte.

Dabei wäre der gelernte Mittelstürmer („Was anderes kann ich nicht“), der bislang 75-mal in der Oberliga Westfalen zum Einsatz kam und dabei 20 Tore erzielte, um ein Haar schon vor seinem Wechsel nach Rhynern bei der Spvgg. gelandet. Der damalige Spvgg.-Coach Magnus Niemöller wollte ihn verpflichten. „Wir waren uns einig, aber die Vereine nicht“, erinnert sich Mrowiec, der beim SC Roland noch einen Vertrag hatte, aus dem ihn die Verantwortlichen der Schwarz-Roten nicht herauskaufen konnten oder wollten.

Das halbe Jahr bei der Hammer SpVg. hat der Offensivspieler, der den Spitznamen „Jockel“ trägt, abgehakt. Bei den „Schwickern“, wo er nach einem „guten Gespräch“ mit Trainer Zouhair Allali sofort von einem Wechsel überzeugt war, will er einen Neustart versuchen. „Und natürlich mithelfen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt er. „Das Potenzial dazu haben wir ganz sicher. Die meisten Spiele, die die Mannschaft verloren hat, waren ja auch recht knapp. Und wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass wir es schaffen können, wäre ich nicht gewechselt.“

Bei der Spvgg. bekommt Mrowiec das Trikot mit der Rückennummer 19, die bislang Tolga Cengelcik trug, der den Verein bekanntlich verlassen hat.

von Olaf Nehls

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