viran ismael3Dämpfer für den zarten Aufschwung: Die Spvgg. Erkenschwick unterliegt im Oberliga-Derby gegen den SC Hassel vor 368 Zuschauern mit 0:2 (0:1) und bleibt damit Tabellenletzter. Dabei hätte die Elf von Trainer Zouhair Allali in Führung gehen können, ja müssen. Nach dem Schlusspfiff zog sich Joachim Mrowiec kurz das Trikot vors Gesicht.

 

 

 Kein Durchkommen: Ismael Viran (l.) und die Spvgg. Erkenschwick laufen sich immer wieder in der Abwehr des SC Hassel fest. Foto: Braucks

  Der Erkenschwicker Neuzugang von der Hammer SpVg. wusste: Wenn einer dem missglückten Nachmittag auf dem Kunstrasenplatz am Stimberg-Stadion eine andere Richtung hätte geben können, dann wohl er selbst.

25 Minuten waren in der Partie zwischen der Spvgg. und dem SC Hassel gespielt, als Erkenschwicks Außenverteidiger Dennis Weßendorf den Ball von der rechten Seite hoch und weit nach vorn schlug. Hassels Innenverteidiger Sven Thormann schätzte die Flugbahn falsch ein – anders als Joachim Mrowiec, der den Braten roch, den Ball gekonnt mitnahm und freie Bahn hatte. Statt den Ball flach einzuschieben, entschied sich der 25-Jährige für einen strammen Schuss.

Der zischte Zentimeter über die Querstange des Hasseler Tores. Verdiente wäre die 1:0-Führung zu diesem Zeitpunkt allemal gewesen: Nach einem dürftigen Auftakt fand der Tabellenletzte nach einer Viertelstunde besser ins Spiel und spielte ein paar ansehnliche Torszenen heraus. Mrowiec’ Chance war dabei aber die größte.

Wenig später erhielt der zarte Erkenschwicker Aufschwung einen Dämpfer: Einen Angriff der Gäste leitete Maik Habitz in die Spitze auf Dawid Ginczek – Hassels Torjäger veredelte das Zuspiel mit einem lässigen Schuss ins Eck: 0:1 (35.).

Der Aufsteiger hätte das Ergebnis anschließend ausbauen können, Dominik Milaszewski köpfte den Ball an die Latte (45.). Auf der anderen Seite hatten die Gelsenkirchener Glück, dass Schiedsrichter Michael Negri (Gütersloh) nach 37 Minuten keinen Strafstoß für die Spvgg. pfiff: Alexander Schlüter traf Joachim Mrowiec im Strafraum mit dem Arm im Gesicht. Wütende Proteste waren die Folge, Kapitän David Sawatzki handelte sich die Gelbe Karte ein.

In die zweite Halbzeit startete die Spvgg. wie in die erste Hälfte: halbherzig, unsicher, mit einigen Fehlpässen. Die Quittung war das allerdings sehr unglückliche 0:2. Aldin Hodzic zog aus der Distanz ab. Nicht sonderlich gefährlich, wie es schien – bis der Ball das Bein von Erkenschwicks Verteidiger Enes Coemez touchierte, die Richtung änderte und unhaltbar für Tim Oberwahrenbrock hart neben dem Pfosten einschlug – 0:2 (50.).

Von diesem Rückschlag erholte sich Schwarz-Rot nicht mehr. In Gefahr geriet der SC Hassel nicht mehr ernsthaft, die Gäste waren ballsicherer und wirkten ausgebuffter in den wichtigen Zweikämpfen. Die Spvgg. kämpfte, lief und probierte. Aber die Mannschaft von Trainer Zouhair Allali fand nur selten Mittel, um mal gefährlich an den Strafraum des SC Hassel zu kommen. Und kam sie mal zum Abschluss, wie Ozan Yilmaz per Freistoß in der 85. Minute, war SC-Torhüter Cedric Drobe zur Stelle.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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