kroeger marvin2Es ist eine unbefriedigende Saison für Marvin Kröger: Der Erkenschwicker Schlussmann kassiert im Schnitt drei Gegentreffer - dabei hatte der 19-Jährige am Sonntag beim 0:4 in Gütersloh einige starke Szenen. Als Torwart ist man bei der Spvgg. aktuell aber die ärmste Socke auf dem Platz. „Beim ersten Gegentreffer hätte ich vielleicht etwas machen können“, räumte der 19-Jährige nach dem Spiel selbstkritisch ein.

Da bekommt man schnell Kopfweh: Erkenschwicks Schlussmann Marvin Kröger ist in diesen Wochen wahrlich nicht zu beneiden.  Foto: Olaf Krimpmann

Kröger hatte einen Schuss mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten gelenkt, von wo aus der Ball zurück ins Feld trudelte. Dort musste der sträflich freie FCG-Mittelfeldspieler Matthäus Wickowiecz nur noch vollenden.

Es lief im Heidewald gerade die neunte Spielminute und Erinnerungen an die Partie beim ASC Dortmund wurden wach. Dort hatte Erkenschwicks Semih Demiroglu ungewollt zum 1:0 aufgelegt.

„Das Spiel war doch wie fast immer. Eigentlich fangen wir ganz ordentlich an, dann kassieren wir wieder so ein krummes Ding und brechen sofort innerlich zusammen“, so Kröger. Zwar stimmte bei einigen, die das schwarz-rote Dress trugen, diesmal die Einstellung. Die Mittel aber waren begrenzt – zumal auch wichtiges Personal fehlte.

Kapitän David Sawatzki fällt noch für Wochen mit einem Mittelfußbruch aus, Ex-Profi Ozan Yilmaz, als absolute Verstärkung im Winter geholt, fehlte wegen eines nicht auskurierten Muskelfaserrisses ganz. Ähnliches traf auf Joachim Mrowiec zu, der nach seiner MRT-Untersuchung wenigstens Entwarnung geben konnte: „Die Verletzung ist nicht so schlimm wie befürchtet.“ „Jockel“ hofft, in 14 Tagen wieder auf dem Feld stehen zu können.

Wo die Spvgg. dann steht, ist unschwer zu erahnen: Die Schwarz-Roten haben die rote Laterne fest gebucht. Es braucht schon ein mittelschweres Fußballwunder, dass sich die Spvgg. jetzt noch aus dem Keller schießt.

Zur Defensivschwäche – die Spvgg. kassiert im Schnitt 2,36 Gegentore – kommt schließlich eine erschreckende Offensivschwäche. Im Kalenderjahr 2017 wartet der Oberligist sogar noch ganz aufs erste Pflichtspieltor. Das 1:1, das die Spvgg. beim TSV Marl-Hüls erzielte, resultierte aus einem Hülser Eigentor durch Frederic Engbert.

von Olaf Krimpmann

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