Spvgg JHV 2017Es kommt nicht allzu oft vor, dass der Schatzmeister der Spvgg. Erkenschwick schwarze Zahlen verkünden kann. Sven Hoffmann genoss am Freitagabend bei der Mitgliederversammlung dieses Privileg. Der Traditionsverein schloss das Geschäftsjahr 2016 mit einem Überschuss in Höhe von gut 22 000 Euro ab – dank des Jubiläumsspiels von Borussia Dortmund im Sommer und dem Westfalenpokalspiel im Herbst in Münster. Außerplanmäßige Einnahmen also, die nicht in jedem Jahr zu erwarten sind.

 Die Hände hoch: Die 1. Mannschaft beteiligte sich geschlossen bei der Mitgliederversammlung an den Entscheidungen. Foto: Krimpmann

Sportlich helfen diese Gelder der Mannschaft im Oberliga-Abstiegskampf derzeit nicht weiter. Der Vorstand investiert dafür in die Zukunft: Eine neue Flutlichtanlage an den Vorplätzen kommt, der Austausch des seit 2005 liegenden und mehrfach geflickten Kunstrasens steht an, energetische Sanierungsmaßnahmen am Kabinentrakt sollen erfolgen. Die Spvgg. hofft auf die Bewilligung entsprechender Mittel.

Der wiedergewählte Vorsitzende Hermann Silvers weiß: Die Strukturen müssen stimmen, um den 101 Jahre alten Verein auch für die Zukunft fit zu halten. Dazu gehört, die Jugendabteilung weiter nach vorne zu bringen. „Eine Jugendmannschaft muss wieder in der Westfalenliga spielen“, so der Vorsitzende. „Ziel muss sein, in Zukunft wieder mehr Spieler aus der Jugend in die eigenen Senioren zu bringen.“

Zu den Infrastrukturmaßnahmen gehört auch, dass die Überdachung der neuen Stehtribüne am Vorplatz mittlerweile abgeschlossen ist. Am 7. April soll die Anlage eingeweiht werden. Dann soll auch die Umbenennung der Vorplätze in Jule-Ludorf-Sportanlage erfolgen.

Die Mitglieder stimmten einstimmig für den entsprechenden Antrag des Fanbeauftragten André Oberlin. Damit wird dem größten Erkenschwicker Kicker ein würdiges Andenken bewahrt. Und ein Zeichen gegen den Kommerz gesetzt – wie es bereits die Gönner getan haben, die den Namen Stimberg-Stadion haben schützen lassen.

von Olaf Krimpmann

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