konarski dennis5Die Spvgg. Erkenschwick bleibt sich in der Oberliga Westfalen treu: Auch das Auswärtsspiel beim SV Lippstadt 08 verloren die Schwarz-Roten 0:4 (0:1). Was die Lage verschärft: Wie in den vergangenen Wochen konnte die Konkurrenz im Tabellenkeller punkten. Die Partie im schmucken Stadion Bruchbaum war dabei eine Blaupause vieler vorangegangener Auftritte: Erkenschwick begann engagiert, konnte zwar nicht die große Torgefahr heraufbeschwören, ließ aber auch dem Gegner wenige Räume.

 Ein Hauch von Torgefahr: Lippstadts Keeper Balkenhoff und Kapitän Moritz Kickermann schauen mit Dennis Konarski diesem Ball hinterher, der aber nicht sein Ziel findet.  Foto: Olaf Krimpmann

 Dann hebelte in der 35. Minute Felix Bechtold mit einem Pass in die Spitze Mittelfeld und Abwehr der Gäste aus. Der sträflich freie Lippstädter Kevin Holz überwand den chancenlosen Spvgg.-Keeper Marvin Kröger mit einem Heber zum 1:0.

Nach der Pause – hundertprozentig zwingende Torchancen hatte es bis dahin nicht gegeben – sortierten sich die Gäste wieder und fassten ab den Spielminuten 50, 55 sogar etwas Mut. Die Ausbeute:; Zwei Ecken in Serie und ein paar halbgefährliche Szenen im Lippstädter Strafraum. Zwar nichts Zwingendes, aber der Gast beschäftige nun den Hausherren in dessen eigener Hälfte.

Die Art und Weise, wie das 2:0 genau in dieser Phase fiel, passte ins Jahr 2017: Die Erkenschwicker liefen an, gaben damit aber auch Räume frei, die Lippstadt sah und nutzte. Stefan Parensen setzte in der 72. Minute Marcel Rump in Szene, der das 2:0 erzielte.

Die letzten 18 Minuten waren dann wieder ganz bitter für die Gäste: Die Tore drei (erneut Rump; 73.) und vier (Köhler; 87.) legten sie selbst auf – was für Trainer Zouhair Allali zu viel war.

Wütend verließ der Trainer mit Schlusspfiff die Bank, fand sein Ventil im auf den Rängen stehenden (da verletzten) Kapitän David Sawatzki. „Was soll ich sagen?“, fragte Allali, nachdem er sich wieder leidlich gesammelt hatte: „Soll ich sagen, dass wir nach der Halbzeit drauf und dran sind, vielleicht das 1:1 zu erzielen? Wie hört sich das nach einem 0:4 an!“

Vor allem die letzten Treffer wurmten den Trainer mächtig: „Ein 0:2 hier und alles wäre okay – Lippstadt ist schließlich nicht unsere Kragenweite. Aber warum wir uns wieder solche Gegentore fangen, ist unbegreiflich.“

Weiter geht’s am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Rhynern – das ein ähnliches Kaliber wie Lippstadt sein dürfte. Zumindest der Trainer verspricht erneut vollen Einsatz: „Es heißt ja so schön: Was einen nicht umbringt, macht einen nur noch härter. Wenn das stimmt, bin ich bald Schwergewichtsboxer.“

von Olaf Krimpmann

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