spieler nach rhynernspielHat sich in dieser Saison alles gegen die Spvgg. Erkenschwick verschworen? Standen sich die Schwarz-Roten in den letzten Wochen mehr als einmal selbst im Wege, war’s diesmal wohl das Schiedsrichtergespann, das ein überraschend spannendes und umkämpftes Oberligaspiel mitentschied. Westfalia Rhynern kam zu einem am Ende glücklichen 4:3-Sieg –Lennard Kleine hatte beim Siegtreffer in der 86. Minute klar im Abseits gestanden, wie auch Videobilder zeigen.

 Dank an die Fans: Abgekämpft und enttäuscht bedanken sich die Erkenschwicker Spieler für die Unterstützung.  Foto: Olaf Krimpmann

  So dicht wie am Sonntag war die Spvgg. in dieser Saison noch nicht an einer Sensation gewesen. Am Ende fühlten sich die Platzherren zumindest um einen Teilerfolg betrogen. Dieser Abstiegskampf bietet offenbar Woche für Woche immer neue, traurige Höhepunkte…

Legt man nur die ersten 45 Minuten zugrunde, war damit kaum zu rechnen gewesen. Die Spvgg., bei der Trainer Zouhair Allali die Spieler in die Startelf beordert hatte, mit denen der Coach auch über die Saison hinaus plant, hatte zwar schon nach 60 Sekunden eine starke Szene: Aber Ismail Viran wurde an der Strafraumgrenze von Cihad Kücükyakci gefoult, der fällige Freistoß brachte nichts ein. Aber es war ein erstes Lebenszeichen der Platzherren.

Rhynern brauchte nur auf Erkenschwicker Fehler zu warten, und die kamen frühzeitig: Konarskis Querschläger war Ausgangspunkt des 0:1 durch Gambino (14.), Marvin Krögers zögerliches Verhalten für das 0:2 durch Lucas Arenz nur drei Minuten später. Das 0:3 fiel nach 26 Minuten erneut durch Gambino, gegen den Gerard Lubkoll lange kein Land sah. Und da Rhynern noch zwei, drei weitere gute Gelegenheiten hatte, war das 0:3 zur Pause sogar allemal verdient.

Was die rund 250 Zuschauer dann zu sehen bekamen, hatten sie in dieser Saison noch nicht gesehen: Erkenschwick rannte an, mit Mumm und auch mit Ideen.

Zwar entsprangen alle Erkenschwicker Treffer aus Standardsituationen, aber wie die Spvgg. das 1:3 durch Muhamed Demir (51.; Kopfball nach Eckstoß Solak) und das 2:3 abermals durch Demir (der Verteidiger setzte in der 54. Minute in Rhynerns Strafraum erfolgreich nach) erzwang, und mit Konarskis Kopfball zum 3:3 in der 70. Minute das Spiel eine komplette Wendung verpasste, das sorgte für längst vergessene Stimmung im Rund.

Kaum wiedererkennen waren die Schwarz-Roten nun, für die erst Viran das Außennetz traf und Ozan Yilmaz nach 77 Minuten den Ball an die Latte nagelte. Auf dem Platz brannte die Luft, es wurde hektisch und ein Siegtreffer für die Spvgg. war nun allemal mehr als verdient.

Den erzielte stattdessen Rhynern per Konter – Erkenschwicks wütende Proteste brachten nichts ein. „Was haben wir nur verbrochen?“, fragte nach Spielschluss ein sichtlich mitgenommener Dennis Weßendorf.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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