jubel in hordel 2017So schnell kann das im Fußball mitunter gehen: „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten die begeisterten Erkenschwicker Fans, die miese Oberliga-Saison schien bereits nach 90 Westfalenliga-Minuten vergessen. Mit dem 1:0-Erfolg bei der DJK TuS Hordel erwischte die Spvgg. Erkenschwick am Abend den erhofften Traumstart. Der war schwer erarbeitet und hing vor 300 Zuschauern am Ende auch mehrfach an einem seidenen Faden. Ganz unverdient aber war er nicht: Die Mannschaft von Trainer Zouhair überzeugte in Bochum nicht nur kämpferisch und läuferisch – sie wusste auch spielerisch zu gefallen.

 

Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Sieg Auftaktspiel Hordel Jubel Fans Mannschaft Nach dem Spiel jubelt die Erkenschwicker Mannschaft gemeinsam mit den Fans. Foto: Olaf Krimpmann

 Vor allem in der ersten Hälfte.In einer flotten, recht ansehnlichen Westfalenliga-Partie hatten die Gäste zunächst etwas mehr Ballbesitz, die klareren Aktionen – und vor allem auch die besseren Chancen.

 Beispiele: In der 3. Minute musste sich Hordels Torhüter Kevin Kampschäfer erstmals strecken, um einen 18-Meter-Schuss von Ridvan Avci zu parieren. In der 33. Minute war der Keeper schon geschlagen: Julian Stöhr rettete gegen Danny Tottmann auf der Torlinie.

 Vier Minuten später gab es nichts mehr zu halten: Thomas Hildwein bediente Avci, und der starke Mittelfeldmann schoss flach und überlegt zum 0:1 für die Spvgg. ein. Eine Möglichkeit dieser Güte besaßen die Gastgeber in der ersten Hälfte nicht.

 In der zweiten Halbzeit suchte die DJK TuS Hordel, von vielen zum Mitfavoriten auf den Aufstieg gekürt, den Fehlstart in die Saison abzuwenden. Zwar hatten auch die Erkenschwicker noch ihren Torszenen – durch Sawatzki (53), Ceric (65.) oder bei Avcis Distanzschuss (82.).

 Doch je länger das Spiel dauerte, desto energischer ergriffen die Bochumer die Initiative. Allerdings: Aus dem Spiel heraus erzwang die Mannschaft von David Zajas kaum gute Chancen – die Erkenschwicker Defensive verrichtete aufmerksame Arbeit.

 Stimmung kam auf, als Hordels Angreifer Milko Trisic in der 74. Minute im Zweikampf mit Dennis Weßendorf zu Fall kam, Schiedsrichter Tendyck pfiff nicht.

 Gefährlich wurde es für die Schwarz-Roten vor allem bei Standards. Aber diesem Druck hielten die Schwarz-Roten stand – auch dank eines starken Torhüters Philipp Kunz, der ein paar Mal Kopf und Kragen riskierte und seinen Kasten sauber hielt. In 90 Minuten wie auch in der vierminütigen Nachspielzeit.

„Besser hätte es nicht losgehen können“, sprach Ridvan Avci, der Schütze des goldenen Tores, hinterher für seine Mannschaft: „Es war eine überragende Leistung von uns. Jeder hat für jeden gekämpft.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

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