jubel in hordel 2017 2Das 4:0 im Pokal bei Viktoria Heiden war zwar vom Ergebnis gesehen schön, rundum zufriedenstellt das Spiel Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali aber nicht: „Insgesamt war das zu wenig“, findet der Übungsleiter auch mit ein wenig Abstand zur Partie. Am Sonntag kommt der SC Neheim an den Stimberg, es ist die Heimpremiere der Schwarz-Roten in der Westfalenliga. Allali ahnt: „Da müssen wir mehr bieten, wenn wir standhalten wollen.“

 

 

     Westfalenliga Staffel 2: Spvgg. Erkenschwick - SC Neheim

      Sonntag, 15 Uhr – Stimberg-Stadion.

Nur nicht nachlassen: Die Spvgg. Erkenschwick – hier vor Anpfiff in Hordel – wird auf eigenem Platz gegen SC Neheim arg gefordert, schwant Trainer Allali. Foto: Krimpmann

 

Der Trainer möchte den Druck hochhalten, er weiß, dass das 1:0 zum Auftakt in Hordel zwar ein schöner, weil auch verdienter Erfolg war. „Aber mehr als diesen einen Sieg haben wir im Abstiegskampf noch nicht erreicht“, so der A-Lizenzler.

 Das Wort Abstiegskampf nimmt Allali dabei bewusst in den Mund. Der Klassenerhalt sei nun mal das primäre und einzige Ziel, sagt er. Da lässt er keine Widersprüche aufkommen. „Ich will mit der Mannschaft das Ganze so schnell wie möglich eintüten“, sagt er. Erst wenn das geschehen ist, „werden wir weitersehen, was noch geht“. Allali ist aus der letzten Saison, die mit einem 4:0-Sieg in Rheine geradezu glänzend begann, ein gebranntes Kind. Im Anschluss kam damals nicht mehr viel, am Ende sogar gar nichts mehr.

 Aber der Trainer will nicht schwarzmalen. Die Chemie in der Mannschaft stimmt, sagt der 35-Jährige. Wenn es dazu eines Beweises bedarf, dann muss erneut das Spiel in Hordel dafür herhalten, wo sich die Schwarz-Roten mit Leidenschaft gegen den drohenden Ausgleich stemmten.

 In der Tat ist das der wirkliche Unterschied zur letzten Saison: Das 4:0 in Rheine war seinem Team am Ende geschenkt worden, da die Eintracht sich irgendwann aufgab. In Hordel war der Sieg hart und ehrlich erarbeitet.  Damit es so weitergeht, nimmt Allali vor allem die Routiniers in die Pflicht: „Sie müssen vorangehen. Mit ihrer Qualität sollen sie dazu beitragen, dass auch andere an Qualität gewinnen.“

Einmal mehr kann der Trainer gegen Neheim, das Allali als robuste und zweikampfstarke Mannschaft ausmacht, nicht aus dem Vollen schöpfen: Lukas Große-Puppendahl, Jannick Bröcker und Dennis Kündig sind weiter fraglich, Kapitän David Sawatzki ist im lange angekündigten Urlaub. Und um die Freigabe für Stjepan Filipovic feilscht die Spvgg. gerade mit dessen früherem Verein SC Croatia Mülheim.

von Olaf Krimpmann

 

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