konarski dennis8Die Spvgg. Erkenschwick hat in der Westfalenliga 2 einen optimalen Start hingelegt: Neun Tage nach dem 1:0-Erfolg bei der DJK TuS Hordel schlug die Elf von Zouhair Allali auch den SC Neheim mit 1:0. Lohn: Erkenschwick ist mit sechs Punkten Tabellenzweiter hinter der SpVg Olpe. Dennis Konarski erzielte im Heimspiel gegen den SC Neheim den einzigen Treffer und damit den siegbringenden des Spiels: Aus gut 35 Metern zog „Blitz“ ab, nicht gerade stramm und platziert. Neheims Keeper Jannik Erlmann ließ das Runde durch die Fingerspitzen gleiten (44.) – es war ein echtes „Kacktor“.

 

Applaus, Applaus: Dennis Konarski (Mitte) erzielt das Tor des Tages für die Spvgg. Foto: Krimpmann  

 

Während die Fans nach Spielschluss und dem optimalen Start mit sechs Punkten aus zwei Spielen sangen „Der ESV ist wieder da“, pustete die Mannschaft zwei-, dreimal tief durch. „Wir haben zu viel investiert und dafür zu wenig bekommen“, befand Abwehrrecke Danny Tottmann. Denn am Ende war das 1:0 gegen den SC Neheim eine äußerst wacklige Angelegenheit.

 Dabei hätten sich die Schwarz-Roten gar nicht in die Bredouille bringen müssen. Den bemerkenswert passiven Gegner, der in der Erkenschwicker Hälfte gar nicht erst attackierte, hatten sie im Griff. Was fehlte, war die letzte Konsequenz vor dem Tor.

 Ob es Elvedin Ceric war, der am Fünfmeterraum den Zeitpunkt für den Abschluss verpasste, ob es Thomas Hildwein war, dem frei ein leider etwas zu schwacher Schuss gelang, oder der flinke Mohamad Bamba, der den Ball an Neheims Keeper und auch am Tor vorbeilegte – in der gefährlichen Zone tauchten die Schwarz-Roten vor allem in den ersten 45 Minuten immer wieder auf.

„Wenn wir früher nachlegen, haben wir Ruhe“, sagte Kapitän Konarski nach dem Spiel. Das war den Platzherren in der Schlussviertelstunde fast komplett entglitten: Neheim fand den Mut und brachte mit der Einwechslung von Gianluca Greco einen quirligen Spieler, der den immer langsamer werdenden „Schwickern“ arg zusetzte. Nun lag es an Philipp Kunz, den „Dreier“ zu retten.

 Das tat der Schlussmann auch mit zwei, drei bemerkenswert starken Aktionen. Die wohl spektakulärste: Erst köpfte Kunz einen weiten Flankenball 18 Meter vor dem eigenen Tor in allerletzter Sekunde vor Okan Güvercin aus der Gefahrenzone. Dabei sah Neheims Burak Yavuz, wie weit Kunz nun vor seinem Tor stand. Sein gefühlvoller Heber aus 25 Metern war clever gewählt, Kunz aber war gerade noch rechtzeitig zurückgeeilt und rettete auf Kosten des Tornetzes, das er im Fallen buchstäblich aus den Angeln riss (84.).

 Der Rest war Jubel: Kapitän Konarski lobte die „top engagierte Leistung“ seiner Mannen, die am Ende extrem viel zu kämpfen hatte. Aber er genoss auch den für ihn ungewohnten Moment am Stimberg: „Nach den ganzen Erfahrungen aus der letzten Saison ist es schön, auch mal solch eine Erfahrung zu machen“, sagte „Blitz“, der meinte, frische Glückshormone bei sich und seinen Mitstreitern zu spüren.

 Die sollen im Übrigen nicht mit dem Freibier in Zusammenhang stehen. Das hatte die Mannschaft am Freitag den Fans weit vor dem Spiel versprochen.

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