Soltane skandarDas Duell der Traditionsvereine im Krombacher Kreispokal entschied die Spvgg. Erkenschwick für sich. Vor 243 Zuschauern setzte sich am Donnerstagabend der Westfalenligist mit 2:0 (1:0) Toren gegen den TSV Marl-Hüls durch. Verdient – wie beide Trainer nach dem Spiel sagten. Die Paarung stimmte, die Kulisse auch – da passte es vortrefflich, dass beide Mannschaften den Zuschauern einen rassigen Pokalkampf boten. Sowohl Erkenschwick (Sawatzki, Avci, Kunz, Mandla) wie auch der TSV (Lubkoll, Mingo, Hötte) hatten einige Ausfälle zu verkraften, was das Engagement auf dem Spielfeld keinesfalls schmälerte. Zumindest zum Teil.

 Immer einen Schritt schneller: Erkenschwicks Skandar Soltane hat im Kopfballduell mit Alper Özgen die Nase vorne. Foto: Olaf Krimpmann

 „In den ersten 30 Minuten waren wir gedanklich gar nicht auf dem Platz“, moserte TSV-Trainer Michael Schrank. Es war die Phase, in der die Schwarz-Roten den Gerundstein zum Sieg legten. Erst hatte Dennis Konarski Pech, dass sein Kopfball von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang (11.), dann kam der Auftritt von Mohamad Bamba. Stark in Szene gesetzt von Bastian Kniza, verzögerte der Erkenschwicker Stürmer gekonnt und traf frei vor TSV-Keeper Nils Martens zum 1:0 (15.).

 Überhaupt Bamba! Der 21 Jahre junge Guineer hätte Hüls fast alleine abschießen können, doch teils übermotiviert vergab er noch zwei, drei hochklassige Chancen.

 Der TSV wurde in der zweiten Halbzeit aktiver – gefährlicher wurde er aber nur bedingt. „Wir haben hervorragend die Räume geschlossen“, fand Spvgg.-Trainer Zouhair Allali, der am Ende „eine tolle Mannschaftsleistung“ seiner Elf sah.

 Auch wenn die Gäste nun zum Teil drückend überlegen waren, was ernsthaft Gefährliches fiel den Hülsern zu selten ein. „Dass wir das Spiel bestimmen, bedeutet ja nicht, dass wir damit gleichzeitig auch effektiv sind“, so Trainer Schrank. Trotzdem waren die Gäste in der Schlussphase dicht dran, um zumindest die Verlängerung zu erreichen.

 Erst hämmerte Egzon Kadrija den Ball aus gut 20 Metern an den Außenpfosten (81.), dann verzog Pierre Nowitzki nach einer Ecke, als der Hülser „Sechser“ völlig frei aus etwa zehn Metern Torentfernung zum Schuss kam. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute, als Thomas Hildwein zum 2:0 ins leere Tor drosch - zuvor hatte Nils Martens Mohamad Bamba gelegt, Schiedsrichter Nosing aber auf Weiterspielen entschieden.

Von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang