bamba mohamed5Bis Sonntag ist vieles wie auf Schienen gelaufen in dieser Saison für die Spvgg. Erkenschwick. Im Spiel gegen den Holzwickeder SC lief dagegen einiges schief. Die erste Pflichtspielniederlage war erst in der 90. Minute perfekt – unter tätiger Mithilfe der „Schwicker“. Die „hauten“ sich den Treffer zum 1:2 (1:0) selbst rein. So fiel dann aus Erkenschwicker Sicht ein Schatten auf ein Spiel, das bisweilen einen hohen Unterhaltungswert hatte und von dem Holzwickedes Trainer Axel Schmeing hinterher meinte, eines der besseren in der Liga gewesen zu sein.

 

  Die Chance zum 2:0: Mohamad Bamba scheitert aus kurzer Distanz an Holzwickedes Keeper Beinsen (28.). Foto: Krimpmann

 Aber was war geschehen? Der Zeiger der Spieluhr begann gerade seine letzte Umdrehung, als Dennis Weßendorf beim Stand von 1:1 eine folgenschwere Entscheidung fällte, als er in Bedrängnis einen Rückpass auf Torhüter Philipp Kunz spielen wollte.

 Der misslang gründlich, Holzwickedes schneller Stürmer Nico Berghorst, der schon zum 1:1 in der 63. Minute erfolgreich war, spekulierte und vollendete erfolgreich zum 1:2 (90.). „Zu dem Zeitpunkt kloppe ich den Ball überall hin, nur nicht zum eigenen Torwart“, grantelte Erkenschwicks Trainer Allali.

 Was die Niederlage halbwegs erträglich machte: Erkenschwick hatte gegen einen gut aufgestellten Gegner nach einem weitgehend guten Spiel verloren, sich keineswegs blamiert. Und sich dennoch selbst geschlagen.  Die Partie vor offiziell verkündeten 220 Zuschauern bot reichlich Torszenen, beide Torleute mussten mehrfach in höchster Not retten.

 Holzwickedes Keeper Thomas Beinsen parierte etwa stark gegen Thomas Hildwein (20.) und Mohamad Bamba (28.), die beide aus spitzem Winkel aber eben auch aus ziemlicher Nähe schossen. Bei den Nachschüssen von David Sawatzki und Lukas Große-Puppendahl warfen sich die Holzwickeder Abwehrspieler schließlich gemeinsam erfolgreich in den Ball (28.).

 Bezwungen wurde Beinsen nur von Ridvan Avci, der in der 18. Minute einen Foulelfmeter (Schultze-Adler gegen Bamba) sicher versenkte.

 Hatte die Spvgg. in den ersten 45 Minuten die Mehrzahl an klaren Tormöglichkeiten, verhielten sich die Schwarz-Roten nach dem Wechsel auffallend passiv. Man könnte auch sagen: Die Spvgg. fand lange Zeit gar nicht statt. Dass Holzwickede in dieser Phase der Ausgleich gelang (63.), war hoch verdient, Nico Berghorst hatte im "16er" viel zu viel Platz.

 Erst nachdem Berghorst in der 70. Minute an den Außenpfosten köpfte, wurden die Platzherren wieder aktiver. Und siehe da: Auf einmal ergaben sich auch für sie Torchancen. Danny Tottmann etwa drosch einen Flankenball mit vollem Risiko aus zwölf Metern Torentfernung über das Gebälk (77.), David Sawatzki scheiterte mit einem gut platzierten Kopfball am fantastisch reagierenden HSC-Keeper Beinsen (80.).

 Möglicherweise war jetzt etwas viel Hurra im Spiel der Platzherren, die auf einmal wieder hochtourig spielten. „In der Schlussphase war Erkenschwick dem 2:1 näher als wir“, räumte Holzwickedes Trainer Axel Schmeing ein. Er wäre wohl mit einem 1:1, nach dem es bis zur 89. Minute ausgesehen hatte, zufrieden gewesen. Dann allerdings meinte es das Schicksal gut mit seiner Mannschaft, die den „Lucky Punch“ in der 90. Minute schließlich maßgerecht aufgelegt bekam…

Quelle: Stimberg-Zeitung

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