broecker janik 5Man kann nicht sagen, dass der gute Saisonstart, den die Spvgg. Erkenschwick am Sonntag ab 15 Uhr mit einem Heimsieg über YEG Hassel vergolden möchte, bislang nur Gewinner produziert hat. Einer, der um seine Einsatzzeiten kämpft, ist Janik Bröcker. Ausgerechnet, muss man sagen. Der 20 Jahre alte Student schnürt nicht nur seit den Minikickern die Stiefel für die Schwarz-Roten und wohnt nur ein paar Hundert Meter vom Stimberg-Stadion entfernt. Nach einem Intermezzo in der Jugend der SG Wattenscheid 09 traute sich Bröcker ausgerechnet in einer der schwierigsten sportlichen Stunden des Vereins zurück:

 

Wartet geduldig auf seine Chance: Janik Bröcker, hier im Kreispokalspiel gegen den TSV Marl-Hüls, gilt als stets zuverlässige Kraft bei der Spvgg. Erkenschwick. Foto: Krimpmann

 

 Er kam im vergangenen Sommer, als Trainer Zouhair Allali eine neue Mannschaft aus dem Boden stampfen musste, und er blieb trotz einer desaströsen Rückrunde und dem Abstieg in die Westfalenliga.

 Vielleicht kehrt Janik Bröcker am Sonntag in die Startformation zurück, auch Trainer Allali hält große Stücke auf den Defensivspezialisten: „Er ist, leider muss man sagen, bislang etwas hinten dran, weil es gerade gut läuft. Aber in seinen Einsätzen bis jetzt hat er immer gute Arbeit abgeliefert.“

Bröcker selbst weiß: „Es ist für den Trainer schwierig, es gibt ja keinen Grund zu wechseln.“ Wenn es bislang haperte bei den Schwarz-Roten, dann im Angriff. Die Abwehr (acht Gegentore in neun Spielen) gilt als die beste der Liga.

 Der 20-Jährige sieht seine Stärken in der Innenverteidigung, und da sind bislang Co-Kapitän Dennis Konarski und Philipp Mandla gesetzt. Bleibt für Janik Bröcker nur darauf zu warten, dass der Trainer in einem etwas größeren Umfang rotiert. Nicht dass Bröcker jetzt Ansprüche stellen würde, aber auch für ihn gilt: „Wenn man nicht spielt, ist man immer enttäuscht.“

Dabei ist der „Schwicker Jung“ mit Spaß dabei, denn ein Grund für den Erfolg liegt für ihn auch in der Teamchemie begründet: „In der letzten Saison hat jeder für sich gespielt, in dieser schauen alle mehr aufs gesamte Team.“ Möglicherweise wäre Janik Bröcker bereits in den Stamm gerutscht, hätte der Student die ersten drei Spiele nicht verletzungsbedingt gefehlt. So muss er sich hinten anstellen, so ärgerlich das auch ist für ihn.

 Er kann damit umgehen, wie er sagt: „Natürlich ist das nicht befriedigend, nicht zu spielen. Aber es ist besser als im letzten Jahr: In der letzten Saison habe ich 23 Spiele gemacht, das hat auch keinen Spaß gemacht.“ Weil die Teamchemie nicht stimmte.

 Als Teamplayer wolle er der Mannschaft helfen, sagt er. Mit den Erfolgen sind auch die Ansprüche gestiegen: „Wir haben gegen hoch gehandelte Mannschaften gespielt und waren nie schlechter. In einigen Situationen hat uns vielleicht das Glück gefehlt. Das Potenzial, unter den ersten Drei zu landen, sehe ich bei uns auf jeden Fall.“

Spvgg. Erkenschwick - YEG Hassel; So., 15 Uhr Stimberg-Stadion.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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