ceric elvedin 3Ergebnistechnisch hat sich die Spvgg. Erkenschwick für die hohe Niederlage gegen YEG Hassel vor einer Woche rehabilitiert. Das verdiente 2:0 (1:0) bei Westfalenliga-Schlusslicht Viktoria Resse ließ am Sonntag allerdings in spielerischer Hinsicht einige Wünsche offen. Auffällig die vielen kleinen Fehler im Aufbau, die es den abwartend agierenden Hausherren immer wieder ermöglichten, sich in der Deckung zu formieren. Symptomatisch angesichts des stockenden Spielflusses, dass die beiden Erkenschwicker Treffer aus einer Standardsituation und einem Sonntagsschuss resultierten.

  Kaum zu halten: Elvedin Ceric (r.) sorgte für viel Schwung auf dem Erkenschwicker Flügel. Foto: Sänger

 In den ersten 20 Minuten der Begegnung hatte Resse durch Distanzschüsse von Sven Bödiger (12.) und Marvin Gies (15.) sogar leichte Vorteile, ehe Bastian Kniza die erste Großchance der Gäste vergeigte (20.).

 Der Ball war über Dennis Weßendorf und Elvedin Ceric bei Kniza gelandet, aber der scheiterte völlig frei aus acht Metern am gut herauslaufenden Torwart Kingsly Moses (früher unter anderem VfB Hüls II). Den Führungstreffer köpfte Dennis Konarski, der einen Freistoß von Kevin Lehmann aus dem Halbfeld mit dem Scheitel unhaltbar ins rechte Toreck platzierte (31.)

 Noch vor der Pause brachte Trainer Zouhair Allali dann Ridvan Avci für den angeschlagenen Stjepan Filipovic (45.). In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel hatten die harmlosen Hausherren ihre beste Phase. Zwei Mal standen sie kurz vor dem Ausgleich. Zunächst köpfte Burak Cesur einen Freistoß an die Latte des Erkenschwicker Tores (55.).

 Dann vertändelte Lukas Große-Puppendahl den Ball an der Grundlinie, Bödiger konnte die Hereingabe aber nicht nutzen. Philipp Kunz tauchte hervorragend ab (57.).

 Quasi im Gegenzug vergab Kniza nach schöner Kombination über Ceric und Avci das 2:0. Kein Glück im Abschluss hatte auch der fleißige Sturmführer Mohamed Bamba, als er sich in einem Laufduell gegen drei Resser Abwehrleute durchsetzte, aber an Schlussmann Moses scheiterte (69.).

Tottmann trifft in den Knick

 Trotzdem – jetzt stießen die Erkenschwicker in die sich bietenden Lücken und bekamen die nötige Präzision in ihre Angriffsaktionen. Als Avci im Strafraum zu weit vom Tor abgedrängt worden war, spielte klug zurück auf den heranstürmenden Linksverteidiger Tottmann.

 Der hatte zuvor mehrfach unglücklich ausgesehen, machte aber alle Eindrücke innerhalb von Sekunden zunichte. Der 26-Jährige hämmerte den Ball aus 17 Metern in den Giebel des Viktoria-Gehäuses. Das 2:0 war definitiv nicht zu halten (74.).

 In der Folge plätscherte das Spiel vor sich, weil die Gastgeber nicht mehr an die Wende zu glauben schienen. Ceric hätte seine engagierte Leistung krönen können, zielte aber nach feiner Vorarbeit von Avci ein wenig zu hoch (85.).

 Die Spvgg. bleibt damit auswärts ungeschlagen und hält dank des fünften Auswärtserfolgs den Anschluss an die Tabellenspitze.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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