hildwein thomas 02Es wurde wieder nichts mit dem sehnlich erwarteten Heimsieg: Die Spvgg. Erkenschwick unterlag am Sonntag Westfalia Wickede auf eigenem Platz mit 1:2. Es war die dritte Heimniederlage in der laufenden Saison für die Schwarz-Roten. Noch ist die Spvgg. Erkenschwick Tabellenvierter der Westfalenliga 2 – ein Zwischenzeugnis nach dem 12. Spieltag, das vor der Saison vermutlich alle im Verein gern quittiert hätten. Was an den Nerven zehrt, ist aber die lange Durststrecke auf eigenem Platz.

 

Thomas Hildwein Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga 2 Saison 2017/2018 Der Moment, der Erkenschwick hoffen ließ: Thomas Hildwein trifft zum 1:2 ins Wickeder Netz.  Foto: Thomas Braucks

 Warum seine Mannschaft denn auswärts so viel erfolgreicher spiele als daheim am Stimberg, wollte ein geknickter Fan hinterher von Zouhair Allali wissen. Der Trainer bekannte, es sei ihm unerklärlich – „so wie die Lottozahlen am Mittwoch“.

Das 1:2 gegen Westfalia Wickede schmerzte nicht weniger als die 1:6-Packung gegen YEG Hassel neulich. Sie tat nur an anderer Stelle weh. Vor zwei Wochen waren die Schwarz-Roten komplett von der Rolle und darum chancenlos. Jetzt stellten sie die bessere Mannschaft – und standen am Ende trotzdem mit leeren Händen da.

„Ich kann den Jungs nicht mal einen großen Vorwurf machen, mit dem Spiel bin zufrieden“, attestierte Trainer Allali seiner Mannschaft. Die ließ den Ball nicht immer flüssig und clever laufen. Sie war aber kämpferisch und läuferisch voll da, hatte mehr Spielanteile und erarbeitete sich ein klares Chancenplus.

 Selbst wenn man Zouhair Allali nicht folgen wollte, der nach eigenen Angaben bei der zehnten kapitalen Chance aufgehört hatte, mitzuzählen – dieses Spiel hätte die Spvgg. nie und nimmer verlieren dürfen. „Unser Glück war, dass die Erkenschwicker heute nicht das richtige Zielwasser getrunken hatten und wir aus wenigen Chancen zwei Tore gemacht haben“, bekannte Wickedes Trainer Thomas Gerner hinterher offen.

 In 90 Minuten waren es drei, dazu kam ein verdaddelte Konterchance in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Die erste Möglichkeit nutzte Mehmet Erdogan in der 37. Minute: Nach einem Stellungsfehler in der Erkenschwicker Defensive spielte die Westfalia den Angriff zum 0:1 gekonnt aus.

 Die zweite Chance verwertete nach einer Stunde Abwehrmann Marcel Großkreutz, der eine Freistoßflanke unbedrängt über die Linie drücken konnte (61.).

 Davor, dazwischen und danach vergaben die Gastgeber Chancen in Hülle und Fülle. Unvermögen, fehlende Cleverness und Pech bei zwei Aluminiumtreffern verdarben den Schwarz-Roten den Nachmittag. Und schlug der Ball doch mal ein, stand Mohamed Bamba jeweils knapp im Abseits (15. und 67.).

 Erst Thomas Hildwein wuchtete den Ball aus der Drehung zum 1:2 ins Tornetz der Westfalia. In der 89. Minute. Es war der Auftakt zu einer achtminütigen, höchst turbulenten Nachspielzeit, in der die Männer in Rot drei, vier Mal den Ball auf dem Schlappen hatten. Das Tor aber war wie zugenagelt.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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