allali zouhair 7Spiele gegen TuS 05 Sinsen waren über Jahrzehnte nur Freundschaftsspiele für die Spvgg. Erkenschwick. Zu groß war der Klassenunterschied. An diesem Sonntag begegnen sich beide Vereine in Sinsen (14.30 Uhr, Bezirkssportanlage) erstmals in der Westfalenliga – und auf Augenhöhe. Das ist mal ein Einstand: Weil sich Sebastian Rasch, Cheftrainer des TuS 05 Sinsen, auf einer Dienstreise befindet, feiert an diesem Sonntag sein Co-Trainer Thomas Mlodoch Premiere. Verantwortlicher Coach einer Seniorenmannschaft war der Recklinghäuser noch nie.

Seine Premiere gibt er in der Westfalenliga und dann auch noch im Derby gegen den einst übermächtigen Nachbarn.

„Für mich ist das wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Ich freue mich riesig aufs Spiel“, gibt Thomas Mlodoch einen Einblick in seinen Gemütszustand. Um schnell hinterherschieben: „Den Spielern geht‘s hoffentlich genauso.“ Begeisterung wird es brauchen, um die beste Auswärtsmannschaft der Westfalenliga 2 in Schach zu halten, sagt Mlodoch: „Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Personell braucht sich der TuS 05 in der Klasse ohnehin vor keiner Mannschaft mehr zu verstecken, wobei Mlodoch einräumt: „Zuletzt haben wir zu wenig aus diesen Möglichkeiten gemacht.“ Ein Erfolg gegen Erkenschwick kann das Blatt beim Tabellenneunten völlig wenden.

Mlodoch hat die Qual der Wahl

 In Sachen Aufstellung agiert Sinsens Co-Trainer wie ein Routinier. Dass Johannes Engel ausfällt, bestätigt er. Ansonsten hält sich Mlodoch bedeckt. „Ich warte das Abschlusstraining ab.“ Auswahl hat er bei einem Kader von mehr als 20 Kickern genug. "Ich erwarte einen heißen Gegner“, sagt Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali. Natürlich ist auch dem A-Lizenzler nicht entgangen, dass sich auch Sinsen aktuell etwas schwertut. Grund für Überheblichkeit sieht Allali aber keinen: „Auch unsere letzten Ergebnisse stellen niemanden zufrieden.“

Dass sie auch in Sinsen keinesfalls zufrieden wirken in diesen Tagen, sieht der Erkenschwicker Trainer als Beleg für seine Einschätzung an: „Sinsen war früh gut dabei und hat sich danach mehr erhofft. Das spricht für Selbstvertrauen und Qualität im Kader. Beides haben sie.“

Auch das Erkenschwicker Selbstvertrauen soll nicht gelitten haben. Dazu beitragen soll unter anderem die Rückkehr des in Kirchhörde wegen einer Grippeerkrankung schmerzlich vermissten Mittelfeldlenkers Kevin Lehmann. Dennis Weßendorf hat seine Gelbsperre abgesessen, auch Stjepan Filipovic (Probleme mit dem Sprunggelenk) sollte wieder zur Verfügung stehen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

TuS 05 Sinsen - Spvgg. Erkenschwick;

  • So., 14.30 Uhr – Bezirkssportanlage Obersinsen,
  • Schulstraße 49.
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