bamba mohamed8Eines stand bereits vor dem Westfalenliga-Derby fest: Die Punkte bleiben im Vest. Nach spannendem Spiel und Spielverlauf setzte sich die Spvgg. Erkenschwick beim TuS 05 Sinsen hauchdünn mit 1:0 durch. Mohamed Bamba erzielte in der 66. Minute das Tor des Tages für die Schwarz-Roten. Und während sich die siegreiche Truppe nach dem Abpfiff zum Spielerkreis formierte und die Erkenschwicker Fans ihren Jubel anstimmten, explodierte Spvgg.-Trainer Zouhair Allali beinahe und störte die Feierlaune seiner Mannen. Schließlich verließ der A-Lizenz-Inhaber den Kreis maulend, stapfte davon – und bekam die Tänze seiner feiernden Spieler nicht mit.

TuS 05 Sinsen Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Derby Mohamed Bamba Tor des Tages Das Tor des Tages in Sinsen: Obwohl mit Marvin Piechottka, Timo Koscholleck und Emre Köksal (von links) drei Sinsener in der Nähe sind, kommt Erkenschwicks Mohamed Bamba ungehindert zum Abschluss und markiert das 0:1. Foto: Olaf Krimpmann

 Eine kuriose Szene. Immerhin blieb Allalis Elf ja im achten Auswärtsspiel ungeschlagen. Später erläuterte Erkenschwicks Coach, was ihn erzürnt hatte: „Wir haben die Chancen, das Spiel zu entscheiden viel zu fahrlässig vergeben“, moserte er. Doch der Reihe nach.

 Von Beginn an waren Pfeffer und Feuer in der Partie, die der TuS 05 mit Dominik Grams als linker Mann in der Viererkette und Alexander Glembotzki im Sturmzentrum begann. Sinsen versuchte immer wieder, über die Flügelspieler durchzubrechen. Allali mahnte seine Spieler früh, „wach zu sein“.

 In der 23. Minute hätte der TuS 05 in Führung gehen können, ja müssen, als David Sdzuy einen präzisen Pass auf Marvin Piechottka spielte. Der Mittelfeldspieler bekam den Ball auf seinen starken linken Fuß serviert, aber völlig frei vor Torwart Philipp Kunz setzte er ihn am Tor vorbei ins Aus.  20 Minuten später setzte Sdzuy mit einem Rückpass erneut Piechottka in Szene – erneut verfehlte sein Schuss das Tor knapp.

 Bei den Gästen brachte zunächst lediglich Mittelfeldmann Kevin Lehmann Sinsens Tor mit einem Flachschuss in Gefahr. Die TuS-Abwehr um Kapitän Timo Koscholleck hielt sich beachtlich gegen die Angriffsreihe der Schwarz-Roten.

Rot für Goecke - Avci verschießt Elfmeter

 Nur einmal konnte ein Erkenschwicker entwischen: Thomas Hildwein hatte nach einem Zuspiel freie Bahn, nahm vor dem Sinsener Tor Maß – und wurde von Abwehrmann Patrick Goecke per Grätsche zu Fall gebracht (45.).

 Dem Halterner Schiedsrichter Armin Sieber blieb keine Wahl, er zeigte Rot und entschied auf Strafstoß. 0:1? Mitnichten. Der sonst so sichere Ridvan Avci setzte den Ball kurz vor dem Pausenpfiff am Pfosten vorbei.

 Die Heim-Elf begann den zweiten Durchgang in Unterzahl furios: Yannick Goecke setzte mit einem Solo über 60 Metern ein Zeichen, aber es sprang bei seinem Abschluss nur ein Eckstoß heraus.

 In der 56. Minute flankte Goecke, der Ex-Erkenschwicker Alexander Glembotzki kam einen Tick zu spät. Und als Glembotzi eine weitere Gelegenheit ausgelassen hatte, schlug die Spvgg. in der 66. Minute zu: Mohamed Bamba beeindruckte mit seinem Antritt, mit seinem Solo und mit seinem raffinierten Torschuss zum 0:1.

 In der Folge die Szenen, die Trainer Allali schwer zu denken gaben: Den Schwarz-Roten fehlten die Bereitschaft und das Können, gegen einen dezimierten, oft weit aufgerückten Gegner die Entscheidung zu erzwingen.

 Auf der anderen Seite ackerte Sinsen beherzt für den Ausgleich: Der TuS 05 griff an, erzwang Standards in Serie – doch zur klaren Ausgleichschance fehlten immer ein paar Schritte oder Zentimeter. So blieb es spannend bis zum Schluss – sicher sein konnte sich der Derbysieger erst mit dem Abpfiff.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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