gallert assethAm Mittwochabend hat sich Oliver Gallert bei seinen Spielern verabschiedet. Zuvor hatte der 42-Jährige die Verantwortlichen des Vereins darüber informiert, dass er mit sofortiger Wirkung vom Posten des Trainers der Bezirksliga-Mannschaft der Spvgg. Erkenschwick zurückgetreten ist. „Alles ist gut“, sagt Michael Bröhl. Der Mann hinter der Mannschaft ist zurzeit sehr darum bemüht, keine Unruhe im Umfeld des Bezirksliga-Teams der Spvgg. aufkommen zu lassen. Anlässe zur Besorgnis gibt es aktuell sicher genug.

 

Der eine geht, der andere bleibt (vorerst): Oliver Gallert (l.) ist als Trainer zurückgetreten. Mario Asseth wird die Spvgg. II zunächst bis zur Winterpause trainieren. 

Sportlich läuft es nach zwei deprimierenden Niederlagen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Westfalia Gelsenkirchen (1:2) und Teutonia SuS Waltrop (0:3) äußerst bescheiden.

 Dazu hat Trainer Oliver Gallert am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt. Ob sich der 42-Jährige der Rückendeckung aller im Verein noch hätte sicher sein können, wenn er diesen Schritt nicht gegangen wäre, darf zumindest bezweifelt werden. „Sagen wir es mal so“, meint der Mannschaftverantwortliche Bröhl. „Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.“ Eine Floskel, die unterm Strich wohl bedeutet, dass beide Seiten, Trainer und Vorstand, mit dem Rücktritt ganz gut leben können.

 Doch wie soll es jetzt weitergehen mit der „Zweiten“ der Schwarz-Roten? Auch hier haben sich Bröhl und seine Mitstreiter schon ihre Gedanken gemacht. Mit folgendem Resultat: Zunächst – oder auch noch etwas länger – werden Mario Asseth (Bröhl: „Er kniet sich voll rein“) und Marvin Bröhl das Training und die beiden letzten Spiele des Jahres gegen Stuckenbusch (3.  Dezember) und Rentfort (10. Dezember) leiten. Dann ist Winterpause bis zum 25. Februar. „Mario und Marvin werden auch die Wintervorbereitung planen. Vielleicht bleiben sie ja auch im nächsten Jahr noch im Amt“, sagt Bröhl. Zudem stehe er aktuell mit drei, vier „richtig guten neuen Spielern“ bereits in Kontakt.

 Dass in der Winterpause auch einige Spieler des Kaders den Weg in die andere Richtung gehen und die Spvgg. verlassen werden, das schließt „Macher Bröhl“ kategorisch aus. Natürlich könne es in begründeten Einzelfällen auch mal eine Ausnahmen geben, räumt er ein. Grundsätzlich gelte aber: „Kein Spieler von uns bekommt in der Winterpause eine Freigabe.“

Diese Aussage schickt Bröhl ausdrücklich auch an Interessenten in der Nachbarstadt Recklinghausen. Seit fast einem halben Jahr nämlich sei Ligakonkurrent SG Suderwich hinter Kapitän Dirk Junge her. „Und das ist echt eine Sauerei, was der Suderwicher Trainer da veranstaltet“, schimpft Bröhl.

von Olaf Nehls

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