mandla philipp5Gelungene Premiere von David Sawatzki als Trainer der Spvgg. Erkenschwick: Im Heimspiel gegen Finnentrop/Bamenohl fällt das Siegtor durch Lukas Große-Puppendahl in der 88. Minute – per Abstauber. Von einem glücklichen Sieg wollte am Ende aber niemand sprechen, noch nicht einmal Finnentrops Trainer Ralf Behle: Die Schwarz-Roten hatten im Spiel eins nach dem Rücktritt von Zouhair Allali deutlich mehr Anteile, zwar nicht überbordend viele, aber doch einige gute Chancen, und einen Spieler, der weiß, wo er zu stehen hat:

 

Der Mann, der aufräumt: Philipp Mandla spielte wieder einmal eine mehr als solide Partie in der Innenverteidigung. Die Spvgg. ließ gegen Finnentrop/Bamenohl so gut wie nichts zu. Foto: Olaf Krimpmann

In der 88. Minute staubte Lukas Große-Puppendahl aus kurzer Distanz ab – Ridvan Avci hatte zuvor zum dritten Mal für die Platzherren ans Aluminium geschossen.

 Torchancen dieser Güte hatten sich die Gäste kaum herausspielen können, eigentlich sogar gar nicht: Zwar prüfte in der 34. Minute Lasse Strotmann mit einem Schuss aus 14 Metern Spvgg.-Keeper Marvin Kröger, der den beruflich verhinderten Philipp Kunz im Kasten vertrat. Es sollte aber in den gesamten 90 Minuten die einzige Rettungstat sein, die Kröger vollbringen musste.

„Wir wollten nach langer Zeit mal wieder konzentriert spielen über 90 Minuten. Heute haben wir’s endlich auch mal durchgezogen“, so der glückliche Torschütze.

 So sah es auch der Trainer: „Wir wussten, dass wir heute Geduld haben mussten, notfalls bis in die 80. Minute herein“, so David Sawatzki. Dass es am Ende sogar die 88. wurde – geschenkt.

 Wie im Hinspiel gab es auch diesmal Platzverweise. In der 73. Minute soll Erkenschwicks Ibrahim Erdem Schiedsrichter Timo Gansloweit nach einem abgepfiffenen Handspiel ein paar unschöne Worte gesagt haben und sah dafür die Rote Karte. In der 90. Minute stieß Finnnentrops Christian Klur Danny Tottmann rüde zu Boden und sah ebenfalls Rot.

Spvgg. auch in Unterzahl viel zielstrebiger

„Dass es hektisch wird, war zu erwarten. Aber brutale Sachen waren ja nicht dabei“, kommentierte Finnentrops Trainer Ralf Behle die beiden Platzverweise als das, was sie am Ende waren: Wohl berechtigt, aber keineswegs so dramatisch, dass man von einem überharten Fight in der Jule-Ludorf-Arena hätte sprechen können.

 Dass es dazu nicht kam, lag zu einem großen Teil an der Erkenschwicker Einstellung: Geduldig warteten die Rothemden auf ihre Chancen, spielten lieber den Ball zurück als den Risikopass nach vorne. Klare Torchancen ließen damit auch auf sich warten. Kurz vor der Halbzeit etwa traf Bernard Gllogjani nach feiner Vorarbeit von Erdem aus zwölf Metern das Außennetz (44.), 30 Sekunden später lupfte Ridvan Avci den Ball um wenige Zentimeter über das Finnentroper Tor.

 Nach dem Seitenwechsel wurden die Platzherren mutiger: Erst köpfte Dennis Konarski einen Eckball an den Außenpfosten (48.), dann visierte Ridvan Avci das Lattenkreuz an (77.) – da spielten die Hausherren längst in Unterzahl. Es war die Phase, die dem Trainer am besten gefiel: „Wir haben nicht aufgehört, jedem Ball hinterher zu rennen, auch in Unterzahl nicht“, meinte David Sawatzki – und war damit sichtlich zufrieden.

von Olaf Krimpmann

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