lewejohann neuer trainerGleich mit sechs Stammspielern hat die Spvgg. Erkenschwick am Dienstgabend verlängert. Die eigentliche Sensation ist aber der Trainer: Der heißt René Lewejohann. Der 34-Jährige übernimmt am Stimberg sofort und steht bereits am Sonntag im Auswärtsspiel in Holzwickede an der Seitenlinie. Den Ex-Profi hatten dort nicht viele auf dem Zettel. Der Vorstand schon: Der beorderte David Sawatzki wieder zurück ins zweite Glied – mit dem Segen des Kapitäns. Der will gerne noch ein Jahr spielen. „Und dann in der nächsten Saison die Karriere bei der Spvgg. ausklingen lassen“, wie „Sawa“ sagte.

 

   Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Rene Lewejohann Spielerverlängerungen Die Spvgg. Erkenschwick verlängert mit sechs Stammkräften und stellt zugleich den neuen Trainer vor, der ab sofort übernimmt, René Lewejohann (sitzend Mitte). Links sitzend der 1. Vorsitzende Hermann Silvers, rechts Schatzmeister Sven Hoffmann. Stehend von links die Spieler, die bereits zugesagt haben: Danny Tottmann, Lukas Große-Puppendahl, Dennis Weßendorf, Dennis Konarski, David Sawatzki und Kevin Lehmann. Foto: Olaf Krimpmann

„Wir haben noch eine Menge vor mit ihm im Verein, aber noch steht er voll im Saft“, erläuterte der Vorsitzende Hermann Silvers am Dienstagabend den Schachzug. „Die Sache ist nur die, dass wir jetzt einen Trainer brauchen, der die Mannschaft für die neue Saison zusammenstellt.“ Und den hat die Spvgg. Erkenschwick mit René Lewejohann gefunden.

 Der gebürtige Herner kennt den Stimberg aus seiner Zeit als aktiver Spieler noch gut. „Ich war nie der filigrane Fußballer, stand aber immer für ehrliche Arbeit auf dem Platz“, so der Ex-Profi (sieben Zweitligaspiele für RW Ahlen). Und genau das verspricht er auch am Stimberg: Einsatz und Leidenschaft.

 Am Sonntag hatte der 34-Jährige die Spvgg. beim 1:0 über die SG Finnentrop/Bamenohl gesehen. Und war überzeugt: „Die Qualität ist da, man muss aber noch ein, zwei Stellschrauben drehen.“

Qualität wofür ist nun die Frage: Ein Aufstieg ist ja noch möglich, aber auch nicht zwingend, wie Hermann Silvers sagte. Der 1. Vorsitzende aber hätte keine Probleme damit, sollte die Spvgg. Erkenschwick über kurz oder lang in die Oberliga Westfalen zurückkehren: „Wir haben noch etwas vor in dieser Saison“, so Silvers wörtlich. „In der Liga kann man ja um die Meisterschaft mitspielen ohne gucken zu müssen, ob man in die Insolvenz geht oder nicht.“

Die Spvgg. stehe damit weiter für Amateurfußball auf hohem Niveau. Silvers: „Eine Eigentumswohnung kannst du bei uns nicht verdienen, aber als Spieler hast du die Möglichkeit, auf einem hohen Level zu spielen.“

Der Meinung sind auch Danny Tottmann, David Sawatzki, Dennis Weßendorf, Lukas Große-Puppendahl, Dennis Konarski und Kevin Lehmann – alle sechs gehören zu den absoluten Stammkräften bei der Spvgg. Alle sechs werden auch in der kommenden Saison das schwarz-rote Trikot tragen.

 Die Verlängerungen sieht dabei nicht nur Kevin Lehmann als ein mehr als positives Signal nach außen an: „Ziel ist, den Kern der Truppe zu halten. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Erkenschwick nicht auseinanderbricht..“ Lehmann ist überzeugt: „Wir sind darauf ausgerichtet, nächste Saison ganz vorne anzugreifen.“

Wenn es in dieser Saison schon nicht klappen sollte! René Lewejohann jedenfalls ist Höhenluft gewohnt: Bis zum Winter war der 34-Jährige Trainer des Niederrhein-Landesligisten FSV Duisburg. Den Verein verließ er nach internen Querelen – auf Aufstiegskurs liegend. „Das ist jetzt Schnee von gestern“, sagt der Ex-Profi. „Erkenschwick hat eine tolle Vergangenheit und hat sich in den letzten Jahren konsolidiert und super entwickelt. Der Name zieht noch immer“, ist René Lewejohann überzeugt.

von Olaf Krimpmann

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