lewejohann rene 2Die Überraschung ist der Spvgg. Erkenschwick geglückt: Mit René Lewejohann als verantwortlichem Trainer beim Westfalenligisten hatte kaum jemand gerechnet. Am Dienstag hat der 34-Jährige übernommen. Natürlich ist Lewejohann am Stimberg kein Unbekannter: Ob mit Schalkes U23 oder mit Westfalia Herne – oft spielte der 1,87 Meter große Mittelstürmer am Stimberg auf. Als gebürtiger Herner und heutiger Gelsenkirchener verkörpert der 34-Jährige das Revier und dessen urtypischen Ansichten und Floskeln. Wie diese: „Wenn ich auf den Platz gehe und die Buchse ist voll, dass ich es zehn Kilometer von Crange noch rieche, bin ich hier falsch.“

Er ist der neue Mann an der Seitenlinie: René Lewejohann.  Foto: Olaf Krimpmann

 So Lewejohann bei seiner Vorstellung.

 Er selbst sagt über sich, dass er nicht gerade ein filigraner, aber jederzeit ehrlicher Fußballer gewesen sei, der „nun darauf brennt, die Sache in Erkenschwick anzugehen“.

Am Stimberg kommt Lewejohann an – und er selbst in spannenden Zeiten. Sogar der 1. Vorsitzende Hermann Silvers gibt sich wieder angriffslustig und kann sich vorstellen, mit dem Traditionsverein in die Oberliga Westfalen zurückzukehren. Nicht zwingend in dieser Saison, aber in der nächsten Spielzeit sollte der Aufstieg ein lohnendes Ziel sein, heißt es.

Ein schlagkräftiges Team und eine engere Verzahnung.

 Allerdings wird von René Lewejohann einiges abverlangt: Junge Spieler integrieren und eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen für die neue Saison sind nur zwei seiner Aufgaben. Dazu legt der Verein großen Wert darauf, dass sich Westfalenligamannschaft, U23 und U19 wieder enger verzahnen.

 Spätestens nach der kommenden Saison, die für Urgestein David Sawatzki die letzte als aktiver Spieler sein soll, soll auch der Linksfuß als Trainer in einer der drei Mannschaften eingebaut werden. Da „Sawa“ noch über keinen Trainerschein verfügt, bleibt ihm jetzt Zeit, sich um eine Lizenz zu bemühen.

 René Lewejohann ist bereits Lizenztrainer. Hätten ihn zuletzt nicht immer Verletzungen zurückgeworfen, würde der zweifache U20-Nationalspieler möglicherweise heute noch spielen, sagt er.

 Zum Trainerjob kam er daher relativ früh: Seine erste Trainerstation war der FC Sydney in Australien, dann übernahm er im Sommer den Niederrhein-Landesligisten FSV Duisburg, den er ins Pokal-Halbfinale und auf einen Aufstiegsplatz führte, ehe er im Januar nach internen Querelen zurücktrat.

von Olaf Krimpmann

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