ersatzbank gegen brackelErst feiern die Fans den flotten Erkenschwicker Fußball gegen Brackel, dann stolpert die Spvgg. in die fünfte Heimniederlage der Saison. Das sorgt für hängende Köpfe. Es war knapp eine Stunde gespielt auf dem Kunstrasen der Jule-Ludorf-Arena, als sich die Energie von Trainer René Lewejohann auch auf die andere Seite des Platzes übertrug. Die „Er-, Er-, Erkenschwick“-Rufe der eigenen Anhänger hatte es so lange Zeit nicht gegeben. Am Ende aber hingen die Köpfe – bei Trainer, Spielern und Fans.

 

Stillleben am Stimberg: Die Erkenschwicker (v.l.) Lukas Große-Puppendahl, Dennis Konarski, Ridvan Avci, Danny Tottmann, Philipp Mandla und David Sawatzki schieben Frust.  Foto: Krimpmann

 Das 3:4 in der Westfalenliga gegen den SV Brackel war zwar turbulent, aber aus Sicht der Gastgeber unnötig. Dass binnen 14 Tagen zum zweiten Mal der Unparteiische ein Stück weit Schicksal spielte, passte ins Bild: Bei der Heimniederlage gegen Hordel übersah Kathrin Heimann ein Handspiel, das den Gästen das 1:1 bescherte.

 Am Sonntag sah Schiri Christoph Dastig in der 46. Minute einen Foulelfmeter, der keiner war.  Brackels Coach Jörg Lange nahm das Geschenk an. „Bei uns gibt’s halt keinen Videobeweis, dafür Emotionen“, sagte der Übungsleiter. Was wohl wahr ist. Emotionen, die René Lewejohann immer auf dem Platz bringen will.

„Bei mir gibt es nur eine Marschrichtung“, sagte der Ex-Profi nach dem Spiel. „Ich will Powerfußball sehen.“ Der die eigenen Anhänger zwischenzeitlich verzückte. Ärgerlich nur, dass am Ende das Resultat nicht stimmte – weil sich in der Rückwärtsbewegung unerklärlich viele Fehler einschlichen, die der SV Brackel nutzte.

 Viel Arbeit stehe ihm noch ins Haus, fasste Lewejohann hinterher zusammen. Hoffentlich lernt seine Mannschaft schnell. Denn schon am kommenden Sonntag geht es zum Tabellenführer DSC Wanne-Eickel – was alles andere als ein Spaziergang werden dürfte.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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